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Antidiskriminierung

Ataman legt Jahresbericht vor


Ferda Ataman (Bild: Steffen Kugler / Bundespresseamt)

Die Anti­diskriminierungs­beauftragte des Bundes, Ferda Ataman, hat vor der Vorstellung ihres Jahresberichts eine Zunahme von Diskriminierung in der Gesellschaft kritisiert. Rassismus äußere sich offener, direkter und härter, sagte Ataman der Deutschen Presse-Agentur. "Eine 'Ausländer-Raus'-Stimmung und zunehmende Menschenverachtung beobachten wir nicht nur beim Feiern auf Sylt oder auf Volksfesten." Migrant*­innen, Menschen mit Behinderung und queere Menschen erlebten sie ganz konkret in ihrem Alltag. Ataman nannte etwa Diskriminierungen im Job oder bei der Wohnungssuche. Die Betroffenen fühlten sich zunehmend alleine gelassen.

Die Beauftragte legt an diesem Dienstag den Jahresbericht der Anti­diskriminierungs­stelle des Bundes vor. Diese berät seit 2006 Betroffene auf Basis des Allgemeinen Gleich­behandlungs­gesetzes bei der Durchsetzung ihrer Rechte, wenn sie beispielsweise aus rassistischen, ethnischen, geschlechtlichen oder religiösen Gründen diskriminiert werden oder wurden. Sie holt auch Stellungnahmen der Gegenseite ein und vermittelt gütliche Einigungen.

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Die Gesamtzahl der Anfragen bei der Antidiskriminierungsstelle hat sich über die Jahre immer weiter erhöht. 2022 hatte es 8.800 Anfragen gegeben, wie aus dem letzten Jahresbericht hervorging. Dem Vernehmen nach werden auch in diesem Bericht wieder Rekordzahlen erwartet. (cw/dpa)

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