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Neuss

Rita Süssmuth: "Es geht mir nicht gut"

Die frühere Gesundheitsministerin und langjährige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth ist an Brustkrebs erkrankt.


Rita Süssmuth im Jahr 2014 (Bild: Krd / wikipedia)

  • 27. Juni 2024, 03:41h 2 Min.

Die langjährige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth ist an Brustkrebs erkrankt. "Es geht mir nicht gut. Aber ich denke positiv und lasse mich nicht unterkriegen", sagte die 87-Jährige der "Bild"-Zeitung.

Sie nehme auch weiterhin Termine wahr. "Ich sitze nicht herum und warte auf den Tod." So hatte die CDU-Politikerin Ende Mai an einer öffentlichen Podiumsveranstaltung zum Thema Brustkrebs teilgenommen. In Düsseldorf sprach sie aus Patientinnen-Sicht über das Thema "Lebensqualität im Alter bei Brustkrebs".

"Klar ist: Ich will noch nicht sterben"

Sie wisse nicht, was der liebe Gott noch mit ihr vorhabe, sagte Süssmuth laut "Bild" weiter. "Klar ist: Ich will noch nicht sterben." Sie wolle dazu beitragen, dass es der Gesellschaft besser gehe. "Dafür gebe ich alles." Kraft gäben der Katholikin neben dem Glauben auch "viele liebe Menschen" in ihrem Umfeld.

Süssmuth wurde in Wuppertal geboren und lebt in Neuss. In die CDU trat sie 1981 ein, erst mit Mitte 40, vier Jahre später wurde sie unter Kanzler Helmut Kohl bereits Bundesfamilienministerin. Ab 1988 war sie zehn Jahre lang Bundestagspräsidentin.

Einsatz für Menschen mit HIV und LGBTI-Rechte

Als Bundesgesundheitsministerin von 1985 bis 1988 legte Rita Süssmuth den Grundstein für eine liberale und wegweisende Aids-Politik. Anders als der CSU-Politiker Peter Gauweiler, der die Grundrechte von Erkrankten nach dem Bundesseuchengesetz einschränken wollte, wandte sie sich entschieden gegen Ausgrenzung und bezog die am stärksten von HIV betroffenen Gruppen in die Prävention mit ein. Für ihren Einsatz für Menschen mit HIV und LGBTI-Rechte wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Rita Süssmuth war seit 1964 bis zu dessen Tod 2020 mit dem Universitätsprofessor Hans Süssmuth verheiratet und hat eine Tochter. Sie lebt in Neuss, wo sie seit 2022 Ehrenbürgerin ist. Sie ist fünffache Großmutter. (mize/dpa)