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Statistisches Bundesamt
Zahlen für 2023: 99 Prozent aller Scheidungen betreffen Heteros
- 27. Juni 2024, 13:15h 1 Min.
Im Jahr 2023 wurden in Deutschland rund 129.000 Ehen durch richterlichen Beschluss getrennt – davon nur 1.300 bzw. ein Prozent zwischen gleichgeschlechtlichen Partner*innen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit
Insgesamt ist die Zahl der Scheidungen in Deutschland im vergangenen Jahr erneut zurückgegangen. Der Wert erreichte 2023 den niedrigsten Stand seit der Deutschen Vereinigung im Jahr 1990 und zugleich den zweitniedrigsten Stand seit 1950. Bei den gleichgeschlechtliche Paaren gab es allerdings eine Zunahme von 15 Prozent (200 Paare) im Vergleich zu 2022.
Hauptgrund dürfte sein, dass die Ehe für alle in Deutschland erst am 1. Oktober 2017 in Kraft trat. Seitdem können keine Lebenspartnerschaften mehr begründet werden. Gleichgeschlechtliche Paare, die in einer zuvor eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, können diese laut Bundesamt nicht durch Scheidung, sondern durch Aufhebung beenden. 2023 wurden mit rund 700 Aufhebungen von Lebenspartnerschaften etwa 200 oder 19,4 Prozent weniger erfasst als im Vorjahr. Damit sank diese Zahl das vierte Jahr in Folge.
Auch die Zahl der Eheschließungen ging 2023 zurück, nachdem sie im Vorjahr deutlich gestiegen war. Von den deutschlandweit 361.000 Ehen (97,5 Prozent) im Jahr 2023 wurden rund 351.800 zwischen Mann und Frau sowie 9.200 (2,5 Prozent) zwischen Personen gleichen Geschlechts geschlossen. Nichtbinäre Menschen werden in der Statistik nicht ausgewiesen. (cw)















