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Ruhrgebiet

CSD Bochum abgesagt – stattdessen Protest gegen AfD in Essen

Die für den heutigen Samstag geplante Demonstration zum Christopher Street Day in Bochum fällt aus. Die Veranstalter*innen rufen stattdessen zur Teilnahme an der Anti-AfD-Demo in Essen auf.


Archivbild: Menschen beim CSD Bochum 2023 (Bild: IMAGO / Funke Foto Services)
  • 29. Juni 2024, 05:49h 2 Min.

Unter dem Motto "Radikal queer – Nie wieder Faschismus" sollte am heutigen Samstag um 14 Uhr vor dem Bochumer Rathaus die diesjährige CSD-Demo in der Ruhrgebietsstadt starten. Doch am Freitag wurde sie kurzfristig abgesagt.

"Schweren Herzens haben wir uns dazu entschieden, die morgige CSD-Demo abzusagen", teilten die Veranstalter*innen auf Instagram und Facebook mit. "Zu den Gründen hört ihr bald von uns." Gegenüber der Regionalzeitung "WAZ" bestätigte die Bochumer Polizei am Freitagabend die Absage des Protestmarsches.

Der CSD Bochum rief stattdessen dazu auf, am Samstag in die Nachbarstadt Essen zu fahren und dort gegen die AfD zu demonstrieren: "Wenn ihr die Möglichkeit dazu habt, fahrt morgen nach Essen und stellt euch dem AfD-Bundesparteitag entgegen."

Queerer Block bei Anti-AfD-Großdemo in Essen

Die Großdemonstration gegen die queerfeindliche Rechtsaußenpartei startet am Samstagmorgen um 10 Uhr am Essener Hauptbahnhof und bewegt sich in Richtung Grugahalle, dem Versammlungsort der AfD (queer.de berichtete). FELS, der Zusammenschluss queerer Organisationen, Gruppen und engagierter Einzelpersonen aus Essen, hat einen queeren Block organisiert. Man wolle "als queere Community sichtbar sein und gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen rechte Hetze und Gewalt setzen" (queer.de berichtete).

Vom CSD Bochum soll nur die After-Party ab 20 Uhr im Bermuda-Club Rotunde wie geplant stattfinden.

Zu seinem Selbstverständnis schreibt der CSD Bochum auf seiner Homepage: "Unser CSD ist in erster Linie eine politische Demonstration, bei der wir unsere Vielfalt auf der Straße sichtbar machen und Raum einnehmen wollen. Gleichzeitig wollen wir feiern, dass es uns gibt – aller Ausgrenzung und Gewalt zum Trotz, der unsere Community noch immer ausgesetzt ist. Wir stehen klar gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Klassismus, Ableismus, LSBTI-, Queer- und Ace-Feindlichkeit. Auch Altersdiskriminierung und Bodyshaming haben bei uns keinen Platz. Wir wollen diese Formen der Marginalisierung aktiv bekämpfen und arbeiten daran, unsere Veranstaltungen für Betroffene so zugänglich wie möglich zu gestalten. Dabei erkennen wir an, dass es (gerade im öffentlichen Raum) nicht möglich ist, strukturelle Gewalt völlig aufzuheben. Wir wollen jedoch gemeinsam Räume schaffen, in denen die verschieden positionierten Mitglieder unserer Community gemeinsam möglichst sicher sein können." (mize)

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