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- 1. Juli 2024, 23:45h 2 Min.

Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (Bild: Landeshauptstadt Stuttgart)
Der Stuttgarter Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) will in diesem Jahr erstmals an der CSD-Demonstration in der baden-württembergischen Landeshauptstadt teilnehmen. Das kündigte er gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten" an.
Nopper wurde im November 2020 im zweiten Wahlgang mit 42,3 Prozent als Nachfolger des nicht mehr angetretenen Fritz Kuhn (Grüne) zum neuen Rathauschef gewählt. Seitdem lehnte es der CDU-Politiker jedes Jahr ab, auf einem der vielen Wagen der Pride-Parade mitzufahren. Dafür wurde teils scharf kritisiert.
Zum Jahreswechsel hatte Nopper in einem Interview erstmals angedeutet, sich eine CSD-Teilnahme vorstellen zu können. Wichtig sei ihm unter anderem, dass kein*e Politiker*in die Schirmherrschaft übernimmt. Diese Bedingung ist in diesem Jahr erfüllt: Im Februar kündigte der Schwaben-CSD an, ein "starkes multireligiöses Bündnis" zu den Schirmpersonen des diesjährigen Pride zu machen. Dies schließt Vertreter*innen der LGBTJews in Stuttgart, der Queer Muslimischen Allianz Deutschland und der Türkischen Gemeinde Baden-Württemberg ein (queer.de berichtete).
Auf welchem Wagen er an der Parade teilnimmt, wollte Nopper den "Stuttgarter Nachrichten" noch nicht verraten. "Dass der OB beim CSD mitfährt, ist ein wichtiges Zeichen", erklärte CSD-Sprecher Detlef Raasch gegenüber der Zeitung.
Die CSD-Kulturwochen in Stuttgart mit diversen Veranstaltungen finden in diesem Jahr vom 12. bis 28. Juli statt, mit Demo und Kundgebung am Samstag, den 27. Juli, und Straßenfest und Infomeile auch am Tag darauf. Wegen Überschneidungen mit der diesjährigen Fußball-EM in Deutschland, aber auch wegen Inkompetenz der Behörden, stand die Veranstaltung zeitweise auf der Kippe. Am Ende kam es zu einigen Einschränkungen (queer.de berichtete). (cw)













