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Theaterstück "Player Kings"
Nach Sturz: Ian McKellen darf nicht auf die Bühne zurück
Er folgt "widerwillig" dem Rat seiner Ärzte: Ian McKellen muss nach seinem Sturz von der Bühne seine Theatertour absagen. Der Schauspieler brauche die Zeit, um sich auszuruhen und eine vollständige Genesung zu gewährleisten.
- 2. Juli 2024, 07:45h 3 Min.
Ian McKellen (85) darf nicht mit auf Tour. Nach seinem Sturz von der Bühne am 17. Juni kommt die Reise durch England mit dem Theaterstück "Player Kings" zu früh. Das gab der offizielle Kanal der Shakespeare-Adaption via X bekannt.
Demnach hätten Ian McKellens "Ärzt*innen dazu geraten, eine Auszeit von der Arbeit zu nehmen, um sich vollständig zu erholen". Der Schauspieler verpasse deshalb die Tour, die vom 3. bis zum 27. Juli laufen wird.
/ PlayerKingsPlayUpdate on casting for the national tour of Player Kings (3 27 July 2024): pic.twitter.com/Ys1ZnjZXRH
Player Kings (@PlayerKingsPlay) July 1, 2024
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"Ian erholt sich weiterhin sehr gut, aber er braucht die Zeit, um sich auszuruhen und eine vollständige Genesung zu gewährleisten", schrieb die Produktion. "Wir senden ihm weiterhin unsere besten Wünsche." McKellens Zweitbesetzung David Semark übernimmt auf der Tour die Hauptrolle von Sir John Falstaff. Semark hatte den Gandalf-Darsteller aus den "Herr der Ringe"-Filmen nach seinem Sturz bereits auf der Londoner Bühne vertreten.
Ian McKellen: "Widerwillig den ärztlichen Rat angenommen"
Ian McKellen selbst kommt in der Mitteilung auch zu Wort. "Zwei Wochen nach meinem Unfall auf der Bühne werden meine Verletzungen von Tag zu Tag besser", lässt der schwule Darsteller ausrichten.
"Nur widerwillig habe ich den ärztlichen Rat angenommen, meine vollständige Genesung zu schützen und in der Zwischenzeit nicht zu arbeiten", wird McKellen zitiert. Er habe sich auf die Tour gefreut, doch er versichert den Zuschauer*innen, dass seine Figur bei David Semark in den besten Händen ist.
Ian McKellen war vor knapp zwei Wochen während einer Kampfszene von der Bühne gestürzt. Der Bühnenveteran wurde daraufhin ins Krankenhaus gebracht (queer.de berichtete). Bereits am nächsten Tag schrieb Ian McKellen via X an seine Fans. Das Fachpersonal in der Klinik habe ihm versichert, dass seine Genesung "vollständig und schnell verlaufen wird, und ich freue mich darauf, an meinen Arbeitsplatz zurückzukehren" (queer.de berichtete). Wie sich nun zeigt, war das wohl zu optimistisch gedacht.
Seit 60 Jahren auf der Bühne und vor der Kamera
Ian McKellens Schauspielkarriere erstreckt sich bereits über mehr als sechs Jahrzehnte. Auf der Leinwand ist er vor allem für seine Rolle als Magneto in den "X-Men"-Filmen und als Gandalf in den Filmtrilogien "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit" bekannt.
1988 outete sich McKellen aus Protest gegen das queerfeindliche Gesetz "Clause 28" der damaligen Thatcher-Regierung in einem BBC-Interview als schwul. Mit seinem Coming-out setzte sich der damals 48-jährige Schauspieler an die Spitze der britischen Schwulen- und Lesbenbewegung und gründete den Homoverband Stonewall mit. (cw/spot)
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