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Cologne Pride
"God meets Gays": Katholische Kirche beteiligt sich am CSD Köln
In diesem Jahr nimmt das katholische Stadtdekanat Köln erstmals mit zwei Veranstaltungen am ColognePride teil. Unter anderem ist eine Podiumsdiskussion geplant.

Die Podiumsgäste am 17. Juli (v.l.n.r.): Annelie Bracke, Ken Reise, Cassy Carrington und Stadtdechant Robert Kleine (Bild: Thomas Gruner / Stadtdekanat Köln)
- 4. Juli 2024, 19:03h 2 Min.
Nein, der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki wird am 21. Juli leider nicht im Fummel auf der Kölner CSD-Demonstration mitmarschieren. Dennoch beteiligt sich das katholische Stadtdekanat Köln in diesem Jahr unter dem Motto "God meets Gays" erstmals am Programm des diesjährigen Cologne Pride. "Als katholische Kirche in Köln wollen wir zu einer einladenden, offenen und vielfältigen Kirche beitragen", heißt es in einer Pressemitteilung vom Mittwoch.
Gleich zwei Veranstaltungen hat das Stadtdekanat organisiert: Am Mittwoch, den 17. Juli um 17.30 Uhr wird im Kino des Domforums das "Homoheiler"-Drama "Der verlorene Sohn" gezeigt. Im Anschluss findet um 20 Uhr eine Podiumsdiskussion statt mit Kölns Stadtdechant Robert Kleine, Psychologin Annelie Bracke und dem Travestiekünstler Ken Reise (alias Julie Voyage). Die Moderation und musikalische Gestaltung des Abends übernimmt die Dragqueen Cassy Carrington.
Jugendchor Sankt Stephan auf der CSD-Hauptbühne
Am Freitag, den 19. Juli gegen 20.10 Uhr folgt ein Auftritt des Jugendchors Sankt Stephan mit der Travestiekünstlerin Julie Voyage als Teil des Bühnenprogramms auf dem Alter Markt. "Die 50 jugendlichen Sänger*innen laden unter der Leitung von Michael Kokott zum Zuhören, Mitsingen und Mitfeiern ein", heißt es in der Ankündigung.
Das Motto des Kölner CSDs "Für Menschenrechte – Viele. Gemeinsam. Stark!" teile man als Christ*innen "vollumfassend", erklärte das Stadtdekanat zum Pride-Engagement. "Denn für uns ist jede und jeder als einzigartiges Wesen vom liebenden Gott geschaffen, geliebt und gesegnet."
"Jeder Mensch soll mit seiner eigenen Identität leben und das Glück erfahren können, das Gott für uns Menschen will. Davon bin ich fest überzeugt", sagte Kölns Stadtdechant Robert Kleine. "Darum muss die Kirche offen sein für Menschen jeder sexuellen Orientierung und geschlechtlicher Identität. Gott liebt jeden Menschen vorbehaltlos, weil er selbst die Liebe ist." (mize)














