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Parlamentswahl

Frankreichs Premier Attal kündigt Rücktritt an

Erst seit Januar ist Gabriel Attal Frankreichs erster offen schwuler Premierminister. Nach dem Überraschungssieg des Linksbündnisses bei der Parlamentswahl hat der 35-Jährigen nun seinen Rücktritt angekündigt


Ernste Miene bei Premier Garbriel Attal – doch nimmt Staatschef Emmanuel Macron sein Rücktrittsgesuch an? (Bild: IMAGO / ABACAPRESS)
  • 7. Juli 2024, 22:06h 2 Min.

Der französische Premierminister Gabriel Attal hat nach dem Überraschungssieg des Linksbündnisses bei der Parlamentswahl seinen Rücktritt angekündigt. Das Mitte-Lager von Staatspräsident Emmanuel Macron verfüge über keine Mehrheit mehr, teilte er nach Bekanntwerden erster Hochrechnungen mit. Er werde seinen Rücktritt am Montagmorgen bei Macron einreichen.

Den Zahlen zufolge hat das Linksbündnis die Wahl überraschend gewonnen. Das Regierungslager von Attal verlor seine Mehrheit in der Nationalversammlung. Von 250 Sitzen dürfte es auf 150 bis 180 Sitze abrutschen und damit maximal zweite Kraft werden. Der rechtsradikale Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen landete nur auf Platz drei.

Attal könnte zunächst weiter im Amt bleiben

Macron kann Attal und die Regierung bitten, für die laufenden Geschäfte zunächst kommissarisch im Amt zu bleiben, bis die Mehrheit für eine neue Regierung steht. Auch mit Blick auf die Olympischen Spiele, die am 26. Juli in Paris beginnen, kann es sein, dass die Regierung von Attal noch einige Wochen im Amt bleibt.

Macron hatte Attal im Januar zum Premierminister ernannt. Mit 34 Jahren wurde er der jüngste und der erste offen schwule Premierminister in der jüngeren französischen Geschichte (queer.de berichtete). Sein Ex-Partner Stéphane Séjourné ist Außenminister (queer.de berichtete).

Attal trat als Spitzenkandidat an

Gabriel Attal galt zwar als recht beliebt und hatte den Ruf, auch mit Vertreter*innen anderer politischer Lager in der Sache diskutieren zu können. Dennoch konnte er die französische Regierung, die im Parlament unter Druck stand, nicht aus ihrer misslichen Lage befreien. Attal führte auch den Wahlkampf für die Parlamentswahl an.

Staatschef Macron hatte es sich zum Ziel gemacht, die relative Mehrheit seiner Mitte-Kräfte in der Nationalversammlung mit der vorgezogenen Parlamentswahl auszubauen. Dies scheiterte. Dennoch schnitt sein Lager besser ab, als noch vor wenigen Tagen erwartet. (dpa/cw)

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