https://queer.de/?5019
- 16. Juni 2006 1 Min.
Köln/Berlin (queer.de) - In ihrem neuen Grundsatzprogramm will die CDU weiterhin die Homo-Ehe ablehnen und die Adoption durch Homo-Paare verbieten, berichtet der "Kölner Stadtanzeiger" und die "Rheinische Post" in ihren morgen erscheinenden Ausgaben. "Eine Gleichstellung mit der Ehe zwischen Mann und Frau als Kern der Familie lehnen wir ebenso ab wie ein Adoptionsrecht für Homosexuelle", soll nach Angaben der Zeitungen im Entwurf für das Grundsatzprogramm stehen. Gingen Schwule und Lesben aber eine Eingetragene Partnerschaft ein, werde das "akzeptiert" und als Verantwortungsgemeinschaft anerkannt. Auch in solchen Beziehungen könnten Werte gelebt werden, "die grundlegend für unsere Gesellschaft sind". Dennoch gelte: "Die auf Dauer angelegte Ehe von Mann und Frau als Grundlage der Familie bleibt unser Leitbild, weil sie die beste Voraussetzung für stabile Familienstrukturen ist." Das Grundsatzprogramm soll im kommenden Jahr beim Bundesparteitag in Dresden beschlossen werden. Die Union hatte 2004 gegen das rot-grüne Überarbeitungsgesetz zur Lebenspartnerschaft gestimmt; es wurde damals mit den Stimmen aller anderen Fraktionen beschlossen (queer.de berichtete). (dk)















Dass sie eine weitere Gleichstellung nicht wollen und uns weiterhin mit der diskriminierenden Ehe 2. Klasse abspeisen wollen, ist mir auch klar.
Aber wo sie wirklich Ideologie über eigene Positionen stellen ist die Adoption. Dass Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aufwachsen ist Fakt - ob es der CDU passt oder nicht! Eine Adoption gäbe Rechtssicherheit, dass z.B. beim Tode des Erziehungsberechtigten das Kind nicht auch noch den 2. Elternteil und die vertraute Umgebung verliert.
Und das Kinder besser in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aufwachsen als im Heim oder auf der Straße ist auch klar. (Und alle Studien haben gezeigt, dass das keine negativen Auswirkungen auf die Entwicklung hat.)
In Wirklichkeit geht es beim Adoptionsrecht nicht um schwul-lesbische Gleichstellung, sondern in erster Linie ums Kindeswohl! Dass die CDU das verdreht und gegen das Kindeswohl entscheidet, nur um ihre Gesinnung durchzusetzen, zeigt, dass es ihnen nicht um Fakten geht, sondern um ihre mittelalterliche Ideologie!
Und dass diese Verdrehung des Diskussionsgegenstands der CDU von ihren Wählern kritiklos abgekauft wird ohne dies kritisch zu hinterfragen, sagt auch sehr viel über deren Wähler aus!