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Hasskriminalität
Hamburg: Jugend-Banden attackieren im Stadtpark mutmaßliche Schwule
Die Hamburger Behörden berichten von einer Serie von homophoben Übergriffen im Stadtpark. Sie bitten Zeug*innen und Opfer, sich bei der Polizei zu melden.

Homophobe Teenager versuchen, schwule Männer aus dem Stadtpark zu vertreiben (Bild: Ajepbah / wikipedia)
- 16. Juli 2024, 13:45h 2 Min.
Die Staatsschutzabteilung des Hamburger Landeskriminalamtes führt die Ermittlungen in mehreren Fällen von mutmaßlich homophob motivierten Straftaten, die von Jugendlichen im Stadtpark im Stadtteil Winterhude begangen worden sein sollen. Insgesamt sind nach Polizeiangaben seit Anfang Juli sechs Ermittlungsverfahren zur Anzeige gebracht worden.
Nach den bisherigen Erkenntnissen seien wiederholt kleine Gruppen von etwa fünf bis zehn ausnahmslos männlichen Jugendlichen im Stadtpark im Bereich des sogenannten Blindengartens und des Hochwaldes aufgefallen. Sie seien dort Männern hinterhergelaufen und hätten sie homosexuellenfeindlich beleidigt.
Zumindest in einem Fall vom vergangenen Samstag hätten einige der Jugendlichen auch Stöcke bei sich getragen und damit bedrohlich auf die Anzeigesteller eingeschlagen. Aber auch in weiteren der Polizei bekannt gewordenen Fällen seien von den Jugendlichen nicht nur verbale Beleidigungen in Richtung der Männer gerufen worden, sondern auch Drohungen erfolgt.
Nach Bekanntwerden der ersten Anzeigen sind durch polizeiliche Maßnahmen bereits erste Tatverdächtige ermittelt worden, so die Polizei. Es handle sich hierbei um bislang fünf männliche Jugendliche. Zur Identität der Teenager machten die Behörden in der Öffentlichkeit keine Angaben.
Zeug*innen und mögliche Opfer gesucht
Zeug*innen oder weitere mögliche Opfer solcher Vorfälle sollten sich an das Hinweistelefon im Landeskriminalamt unter der Rufnummer 040-4286 56789 oder an jede andere Polizeidienststelle wenden. Weitere Informationen zu Ansprechpersonen der Polizei für die queere Communitiy sind hier zu finden.
Der rot-grüne Hamburger Senat versucht mit seinem letztes Jahr aktualisierten Aktionsplan mit 150 Maßnahmen (PDF), Queerfeindlichkeit zu bekämpfen. Darin ist etwa auch vorgesehen, die Polizei für queerfeindliche Hasskriminalität zu sensibilisieren. (pm/cw)















