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Hauptstadt
Auch ohne Einladung: Kai Wegner kommt zum Berliner CSD
Vergangenes Jahr eröffnete Berlins Regierender Bürgermeister den Christopher Street Day. Auch in diesem Jahr ist er dabei. Ob er wieder an der Spitze der Parade mitfährt, ist aber noch unklar.

Für LGBTI-Rechte in Namibia: Kai Wegner beim Berliner CSD 2023 (Bild: IMAGO / Photopress Müller)
- 18. Juli 2024, 05:40h 2 Min.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner will auch in diesem Jahr am Christopher Street Day (CSD) in der Hauptstadt teilnehmen. Ob der CDU-Politiker die Parade am 27. Juli eröffnet, ist aber nach wie vor unsicher, teilte die Sprecherin der Senatskanzlei, Christine Richter, mit. Es liege derzeit noch keine Anfrage oder Einladung des Berliner CSD e.V. vor.
Eigentlich ist die Eröffnung durch den*die Bürgermeister*in Tradition. Der Trägerverein des CSD hatte zuletzt aber mehrere Forderungen gestellt, die der CDU-Politiker und der Senat zunächst erfüllen sollen. Der Verein verlangt unter anderem, dass Wegner seine Zusage einlöst, sich für die Aufnahme von queeren Menschen ins Grundgesetz starkzumachen, die er bei der CSD-Eröffnung im vergangenen Jahr gegeben hatte (queer.de berichtete). In der Community sorgte das Vorgehen des CSD-Vereins für Diskussionen (queer.de berichtete).
Bundesratsinitiative wird vorbereitet
Den Entwurf einer entsprechenden Bundesratsinitiative hatte Gleichstellungssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) am Montag zur Mitzeichnung an die Senatsverwaltungen Inneres, Justiz und die Senatskanzlei – also den Verwaltungsstab des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner – gegeben (queer.de berichtete).
Als Wegner Anfang Juli die Regenbogenflagge am Roten Rathaus hisste, sprachen Vertreter*innen des CSD-Trägervereins ihn auf ihr Anliegen an und überreichten ihm ein Plakat mit ihren Kernforderungen (queer.de berichtete). Für heute ist nach Angaben von Richter ein Gespräch im Roten Rathaus geplant, bei dem sicherlich auch über Forderungen gesprochen werde. (cw/dpa)














