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- 19. Juni 2006 7 1 Min.
São Paulo (queer.de) - Der größte CSD der Welt fand am Wochenende im brasilianischen São Paulo unter dem Motto "Homophobie ist ein Verbrechen" statt. 2,4 Millionen Menschen waren nach Angaben der Polizei beim zehnten "Parada do Orgulho GLBT" dabei. Im letzten Jahr zählten die Beamten "nur" 1,8 Millionen. Die in bunten Kostümen und auffällig häufig mit brasilianischem Fußballtrikot demonstrierenden Teilnehmer forderten vor allem ein Ende der Gewalt gegen Schwule und Lesben. Diskriminierung sei weit verbreitet in der Gesellschaft, sagte CSD-Sprecher Nelson Matias Pereira der Nachrichtenagentur AP. "Wir sind aber auch Bürger, die Steuern zahlen und etwas zum Wohlstand des Landes beitragen", so Pereira. (dk)
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- 19.06.2006, 20:11h
- nana, bitte keine Massenmedien verlinken die sind doch alle so homophob ;-))
- Direktlink »
- 19.06.2006, 21:01h
- @Redaktion:
Die brasilianische Tageszeitung O Globo meldete gestern auf ihrer Internetseite sogar 3 Millionen Teilnehmer! Zudem hätte man wenigstens auch das politische Motto des CSD in Sao Paulo erwähnen können: "Homofobia é crime." - "Homophobie ist ein Verbrechen."
Jetzt sollte man nur auf eine Wiederwahl des Präsidenten Lula von der Arbeiterpartei (PT) im kommenden Oktober hoffen - dann ist in den kommenden Jahren auch mit politischer Bewegung in Sachen Gleichberechtigung von Homosexuellen zu rechnen. Zahlreiche Abgeordnete der PT arbeiten seit mehreren Jahren an Gesetzesentwürfen für eine Homo-Ehe sowie zur Reform der Sexualerziehung (in Städten wie Sao Paulo und Fortaleza existieren bereits vorbildliche kommunale Modellprojekte in diesem Bereich) und zu einem Antidiskriminierungsgesetz.
Leider war die Regierung auf Grund eines Korruptionsskandals innerhalb der PT (auch dort gibt es schwarze Schafe) im letzten Jahr zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Das dürfte sich nach rigorosen parteiinternen Veränderungen und einem möglichen neuen Legitimitätsgewinn Lulas (der momentan in Umfragen weit vorne liegt) bei den Präsidentschaftswahlen hoffentlich ändern.
Das größte und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas befindet sich nach meiner Einschätzung in punkto Minderheiten- und Menschenrechte - gerade auch auf Grund seiner insgesamt äußerst offenen und grundsätzlich sehr toleranten Kultur - mit einer gesellschaftspolitisch fortschrittlichen Regierung der Arbeiterpartei trotz einzelner Quertreiber derzeit auf einem guten Weg. - Direktlink »
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