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Elternglück nach Geiselhaft
Brittney Griner und Ehefrau werden erstmals Mütter
Fast ein Jahr lang war die zweifache offen lesbische Olympiasiegerin Brittney Griner eine Geisel des Putin-Regimes. Nach der Tortur kommt nun das private Glück: Sie startet in ihrer Heimat Texas eine Familie.
- 22. Juli 2024, 11:15h 2 Min.
Die ehemals in Russland inhaftierte amerikanische Basketballerin Brittney Griner und ihre Ehefrau Cherelle sind zum ersten Mal Eltern geworden. Cherelle (31) brachte bereits am 8. Juli einen Sohn zur Welt, wie die 33-jährige Griner im Podcast "She Knows Sports" erzählte. Im April hatte das Paar, das seit Juni 2019 verheiratet ist, auf Instagram die Schwangerschaft bekanntgegeben (queer.de berichtete).
Über das Kind sagte Griner: "Das ist mein Mann. Er ist unglaublich. Man sagt, sobald man ihn sieht, ist alles, was einem wichtig war, wie weggeblasen. Und das ist buchstäblich das, was passiert." Dass sie ihren Sohn nun eine Weile nicht sehen kann, weil sie mit dem US-Team in Paris ihr drittes olympisches Gold holen will, nerve sie: "Aber er wird es verstehen. Mein ganzes Telefon hat sich jetzt in ihn verwandelt."
Glück nach Zeit des Leidens
Griner hatte neben ihrer WNBA-Karriere auch für den russischen Club UGMK Jekaterinburg gespielt, ehe sie im Februar 2022 am Moskauer Flughafen wegen des Vorwurfs des Drogenbesitzes verhaftet worden war (queer.de berichtete). Sie hatte in ihrem Gepäck Vape-Kartuschen mit Cannabis-Öl, das ihr in den USA von einem Arzt verschrieben worden war. Wegen Drogenschmuggels und -besitzes war sie zu neun Jahren Haft verurteilt worden und musste neun Monate der Haftstrafe absitzen. Die US-Regierung sah sie als Geisel des Putin-Regimes an. Es wurde auch darüber spekuliert, ob die Verhaftung Griners aufgrund ihrer sexuellen Orientierung veranlasst worden war, weil die Regierung in den letzten Jahren vermehrt mit Queerfeindlichkeit um die Unterstützung der Bevölkerung warb.
Im Dezember 2022 kam Griner im Rahmen eines Gefangenenaustausches für den russischen Waffenhändler Wiktor But frei (queer.de berichtete). Auch US-Präsident Joe Biden hatte sich für ihre Freilassung eingesetzt. In ihrem Buch "Coming Home" (Amazon-Affiliate-Link ) hatte sie Einzelheiten über ihre erschütternden Erfahrungen in Russland mitgeteilt. (dpa/cw)














