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Opfer beleidigt, geschlagen und getreten

Hamburg: Polizei nimmt vier Homo-Hasser fest

Vier junge Männer griffen in St. Pauli drei Männer tätlich an, weil sie diese offenbar für schwul hielten. Die Polizei erwischte die Übeltäter.


Die Polizei hat die mutmaßlichen Täter vorläufig festgenommen (Bild: René Mentschke / flickr)

  • 22. Juli 2024, 13:15h 2 Min.

Die Hamburger Polizei hat nach einem offenbar aus Homo­sexuellenfeindlichkeit verübten Übergriff an der Reeperbahn vier Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren festgenommen. Den Tatverdächtigen wird vorgeworfen, drei junge Männer im Alter zwischen 20 und 26 Jahren homophob beleidigt, geschlagen und getreten zu haben.

Die vier Männer trafen auf dem Gehweg der Talstraße ihre Opfer. Sie beleidigten laut Polizei ohne Vorwarnung die drei Männer. Einer der Tatverdächtigen trat einem 21-Jährigen zudem unvermittelt in das Gesäß. Als die drei jungen Männer eine Erklärung für das Verhalten verlangten, eskalierte die Situation und sie wurden von den Vieren weiter beleidigt. Ein 20-jähriger Deutscher soll einem 23-Jährigen dann mehrmals mit der Faust gegen den Kopf geschlagen haben.

Mutmaßliche Täter nach Flucht erwischt

Mehrere Zeug*innen beobachteten den Vorfall und verständigten die Polizei. Daraufhin flüchteten die Tatverdächtigen, die im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung jedoch angetroffen und vorläufig festgenommen werden konnten. Es handelt sich dabei nach Polizeiangaben um vier Deutsche im Alter von 18, 19, 20 und 24 Jahren.

Die Beschuldigten wurden nach Feststellung der Personalien entlassen, da keine Haftgründe vorgelegen hätten. Die Ermittlungen hat der Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. Dies ist in Fällen von vermuteter Hasskriminalität üblich.

/ PolizeiHamburg

Zuletzt ging die Zahl der gemeldeten queerfeindlichen Straftaten in Hamburg steil nach oben. Laut einer Anfrage des Grünen-Bürgerschaftsabgeordneten Farid Müller vom Mai binnen eines Jahres um 75 Prozent (queer.de berichtete). Ein Hotspot der körperlichen Gewalt gegen queere Menschen sei St. Pauli. "Der dramatische Anstieg der queerfeindlichen Straftaten in Hamburg ist ein alarmierendes Spiegelbild der gesellschaftlichen Stimmung", erklärte Müller damals. (cw)

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