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Mecklenburg-Vorpommern
Frau tot im Rostocker Stadthafen: Spekulationen über Verbindung zum CSD
In Rostock wird eine Wasserleiche gefunden. Die Tote stammt aus Chile und lebte zuletzt in der Hansestadt. Zu den Todesumständen hat die Kripo Ermittlungen aufgenommen. Spekuliert wird über einen Zusammenhang mit einer CSD-Party.

Die Polizei identifizierte die Tote als eine 27-jährige Chilenin, die in Rostock lebt (Bild: René Mentschke / flickr)
- 22. Juli 2024, 13:44h 2 Min.
Ein Passant hat am Sonntagmorgen im Rostocker Stadthafen in der Nähe des Fähranlegers einen leblos im Wasser treibenden menschlichen Körper entdeckt. Die alarmierten Rettungskräfte hätten die mit einem Bikini bekleidete Person nur noch tot bergen können, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Nach ersten Erkenntnissen deute nichts auf einen gewaltsamen Tod hin.
Die Kriminalpolizei führe die weiteren Ermittlungen. Im Uferbereich gefundene Kleidungsstücke hätten der Toten zugeordnet, ihre Identität damit zweifelsfrei festgestellt werden können, hieß es in einer am Nachmittag verbreiteten Mitteilung. Demnach handelt es sich um eine 27 Jahre alte chilenische Staatsbürgerin mit dauerhaftem Aufenthalt in Rostock.
Tote in Nähe von CSD-Abschlussparty gefunden
Zum möglichen Unfallhergang machte die Polizei keine Angaben, Anhaltspunkte für eine Straftat lägen nicht vor, hieß es. Unklar blieb, ob das Unglück im Zusammenhang mit den Feiern zum Christopher Street Day am Samstag in Rostock steht. In einem nahegelegenen Szene-Club hatte am Abend die Abschlussparty "Pride Night" stattgefunden.
Wasserschutzpolizist Michael Meinshausen erklärte laut "Ostsee-Zeitung", derzeit sei es rein spekulativ, einen Zusammenhang zwischen diesem Fall und dem CSD herzustellen. "Am Samstagabend bei dem Wetter ist im Stadthafen jede Menge los. Da gab es nicht nur die eine Party", erklärte er.
Am Rostocker CSD nahmen am Samstag laut Polizei etwa 4.200 Menschen teil, die bei schönstem Wetter bunt gekleidet durch die Straßen zogen. Alles sei zumeist friedlich verlaufen, sagte eine Polizeisprecherin. Allerdings sei es vereinzelt zu Pöbeleien gegen CSD-Teilnehmende gekommen. Die Beamt*innen hätten nach Hinweisen Störer identifiziert und Platzverweise erteilt. Im Rahmen des Einsatzes seien zwei Strafanzeigen aufgenommen worden, wegen Beleidigung von Polizeibeamten und Sachbeschädigung einer Regenbogenflagge. Insgesamt seien etwa 50 Polizist*innen im Einsatz gewesen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Vielfalt tut gut". (dpa/cw)














