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Transphober Milliardär

Elon Musk erklärt seine trans Tochter für tot

Der reichste Mann der Welt hat bereits mehrfach bedauert, dass seine Tochter trans ist. Jetzt behauptet er schlicht, sein Kind sei von einem "woken Gedankenvirus" getötet worden.


Elon Musk liebt seine Kinder offenbar nur, wenn sie nicht trans sind (Bild: IMAGO / ZUMA Wire)
  • 23. Juli 2024, 14:29h 3 Min.

Der Tesla-, SpaceX- und X-Chef Elon Musk hat im Interview mit dem queerfeindlichen Psychologen Jordan Peterson erklärt, dass seine trans Tochter Vivian Jenna Wilson wegen ihrer Geschlechtsidentität für ihn gestorben sei. Die 20-jährige Tochter hatte kurz nach ihrem 18. Geburtstag 2022 ihren Geschlechtseintrag in weiblich geändert und einen neuen Namen gewählt – dabei legte sie auch Musk als Nachname ab.

Ihr Vater erklärte nun, dass die Behandlung von trans Menschen pauschal "böse" sei. "Das ist mit einem meiner älteren Söhne passiert. Ich wurde praktisch ausgetrickst, als ich ein Dokument unterzeichnen musste", so Musk, der in dem Gespräch auch den abgelegten sogenannten "Deadname" seiner Tochter benutzte. Ihm sei gesagt worden, dass seine Tochter suizidgefährdet sei, wenn sie nicht eine entsprechende Behandlung erhalte – dies zog Musk in Zweifel, obgleich Studien darauf hindeuten, dass Hormonblocker oder eine Transition die Suizidgefahr senken können. Musk forderte in dem Interview, dass Personen, die sich für Geschlechtsanpassungen aussprechen, ins Gefängnis geschickt werden sollten.

Musk will "woken Gedankenvirus ein für alle mal vernichten"

"Ich habe meinen Sohn verloren", so Musk weiter. "Mein Sohn ist tot, er wurde von einem woken Gedankenvirus getötet." Nach einer Pause drohte Musk Trans-Aktivist*innen direkt: "Ich habe geschworen, dass ich diesen woken Gedankenvirus ein für alle mal vernichten werde."

/ CollinRugg

Musk hatte bereits letztes Jahr erklärt, dass seine Tochter von einem "kommunistischen, woken Virus" befallen sei (queer.de berichtete). Immerhin hatte er sie damals nicht für tot erklärt. Musk beschuldigte jedoch die teure Privatschule in Santa Monica, die von ihr besucht worden war, an ihrer Transition schuld zu sein.

Der Multimilliardär war schon damals aufgebracht, dass Vivian Jenna Wilson nichts mit ihm zu tun haben wollte. Als Grund für den Hass nahm er an, dass sie "zu einer echten Kommunistin geworden ist, die jeden, der reich ist, für böse hält", so Musk. Beobachter*innen nehmen hingegen an, dass seine eigenen transphoben Tiraden Grund für die Entfremdung sein könnten: 2020, als Jenna 16 Jahre alt war, hatte Musk etwa auf Twitter geschrieben: "Personalpronomen sind scheiße" – dabei nahm er offenbar Bezug auf die Änderung der Pronomen für trans- oder nichtbinäre Menschen. Im April erlaubte Musk in seinem Kurznachrichtendienst Twitter (inzwischen in X unbenannt) Deadnaming und Misgendern von trans Menschen (queer.de berichtete).

Erst vor einer Woche hatte Elon Musk den Umzug seiner Unternehmen SpaceX und X von Kalifornien nach Texas bekanntgegeben (queer.de berichtete). Als Grund nannte der Unternehmer ein gerade in Kalifornien beschlossenes queerfreundliches Gesetz. Es untersagt Schulen in Kalifornien, Lehrer*innen dazu zu zwingen, Eltern über die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität von Schüler*innen zu informieren. (dk)

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