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Folgen einer Erkrankung
Ein Jahr nach ihrem Tod: Daran starb Sängerin Sinéad O'Connor
Nach dem frühen Tod von Sineád O'Connor war viel darüber spekuliert worden, woran die irische Sängerin wohl gestorben sei. Nun wurde bekannt, dass sie an Atemwegserkrankungen litt.
- 29. Juli 2024, 07:30h 2 Min.
Am 26. Juli 2023 ist Sinéad O'Connor (1966-2023) im Alter von nur 56 Jahren gestorben (queer.de berichtete). Ein Jahr danach ist nun die Todesursache bekannt geworden. Wie der "Irish Independent" unter Berufung auf die Sterbeurkunde berichtete, starb die Sängerin an den Folgen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und Asthma.
In der Bescheinigung werde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass O'Connors Tod auf eine "Verschlimmerung einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung und von Asthma bronchiale zusammen mit einer leichten Infektion der unteren Atemwege" zurückzuführen sei. Am vergangenen Mittwoch wurde der Tod der "Nothing Compares 2 U"-Sängerin laut der Zeitung von ihrem Ex-Mann John Reynolds in Lambeth, London, offiziell registriert.
O'Connor war am 26. Juli 2023 in einer Wohnung in London "nicht ansprechbar" aufgefunden worden. Ihr Tod wurde am Abend bekannt gegeben. Zunächst berichtete unter anderem die Tageszeitung "The Irish Times". "Mit großer Trauer geben wir den Tod unserer geliebten Sinéad bekannt", teilte die Familie der Verstorbenen in einem Statement mit. Die Angehörigen und Freunde der irischen Sängerin, die 1990 mit dem Song "Nothing Compares 2 U" weltberühmt wurde, seien am Boden zerstört und baten um Privatsphäre.
Der Tod ihres Sohnes traf sie schwer
Im Januar hatte ein Sprecher des Southwark Coroner's Court dann erklärt, dass die Sängerin eines natürlichen Todes gestorben sei (queer.de berichtete). Die Untersuchungen zur Todesursache seien daher eingestellt worden. Die irische Musikerin hinterließ drei Kinder. Dass sich ihr Sohn Shane 2022 im Alter von 17 Jahren das Leben genommen hatte, machte ihr schwer zu schaffen. Sie sagte Auftritte ab und unterzog sich einer Trauma- und Suchtbehandlung.
Sinéad O'Connor hatte insgesamt vier Kinder und war vier Mal mit Männern verheiratet. Zugleich hatte sie mehrfach erklärt, dass sie nicht hundertprozentig heterosexuell sei und Sex mit sowohl Männern als auch Frauen gehabt habe. Im Jahr 2000 hatte sie ihr Coming-out mit den Worten "I actually am a dyke" (Ich bin eigentlich eine Kampflesbe). Ein Jahr später ruderte sie zurück: "Ich habe überkompensiert, als ich mich eine Lesbe genannt habe." 2005 erklärte sie schließlich: "Ich bin drei Viertel heterosexuell und ein Viertel gay. Ich mag eigentlich haarige Typen am liebsten." Später sagte sie aber, es sei "nicht richtig", sie bisexuell zu nennen. (spot/cw)














