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Sky-Interview
Schumacher über sein Coming-out: "Es geht hier rein egoistisch um Étienne und mich"
Mitte Juli machte Ralf Schumacher öffentlich, dass er einen Mann liebt. In einem Podcast sprach er nun über seine Intention hinter dem Coming-out und die Reaktionen.

Ralf Schumacher im Sky-Podcast "Hardenacke trifft…" (Bild: Screenshot Sky)
- 29. Juli 2024, 08:44h 3 Min.
Der ehemalige Formel-1-Pilot Ralf Schumacher (49) hat sich in einem Podcast erfreut gezeigt über die Reaktionen von Rennfahrern und Teamchefs aus der Motorsport-Königsklasse auf sein Coming-out. "Ich fand's, muss ich sagen, auch schön zu sehen, wie's in der Formel 1 funktioniert hat, also mit extremst viel Respekt", sagte der 49-Jährige im Sky-Podcast "Hardenacke trifft..." am Wochenende. "Das war schon sehr schön zu sehen", so Schumacher weiter. Er habe nicht damit gerechnet, dass sein Coming-out so viele Menschen interessiere.
Auf die Frage, ob er eine Botschaft hatte, sagte er: "Ich wünsch mir nur, dass wir unsere Ruhe haben. Deswegen haben wir das auch nicht groß kommentiert, und wir werden das nicht groß kommentieren." Er wolle keine "Message" an die Welt senden: "Es geht hier rein egoistisch um Étienne und mich. Dass das auch klar ist und eindeutig ist, wer der Partner an meiner Seite ist, um eben auch normal leben zu können."
Schumachers französischer Partner Étienne Bousquet-Cassagne stand früher selbst in der Öffentlichkeit – als Politiker der rechtsextremen Partei von Marine Le Pen (queer.de berichtete). Warum er einst für eine Partei antrat, die LGBTI-Rechte wie etwa die Ehe für alle ablehnte, wollte er bislang nicht öffentlich kommentieren.
Hamilton sprach sich für Schumacher aus
Schumacher hatte sich Mitte Juli in einem Instagram-Posting Arm in Arm mit einem Mann gezeigt und seine nichtheterosexuelle Orientierung öffentlich gemacht (queer.de berichtete). Das Schönste im Leben sei, wenn man den richtigen Partner an seiner Seite habe, mit dem man alles teilen könne, schrieb der Bruder von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher.
Lob gab es daraufhin unter anderem vom britischen Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton und dem zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien. Hamilton bezeichnete Schumachers Schritt, seine Homosexualität öffentlich zu machen, als "positive Botschaft" für die Formel 1. Der für seinen Kampf um Gleichberechtigung und Diversität bekannte Rennfahrer mahnte aber auch an, dass die Motorsport-Königskasse noch viel mehr tun müsse (queer.de berichtete). Alonso sagte: "Es ist toll, dass er sich gut fühlt und wir freuen uns mit ihm".
Schumacher war früher auch selbst erfolgreicher Rennfahrer. Er startete in 180 Formel-1-Rennen, sechs davon beendete er als Sieger. Später engagierte er sich in Nachwuchsrennserien als Teamchef und förderte dabei auch die Karriere seines Sohnes David. Ralf Schumacher war mit Cora Schumacher verheiratet, das Paar ist seit vielen Jahren getrennt.
Der frühere Formel-1-Pilot ist seit 2019 regelmäßig als TV-Experte für den Bezahlsender Sky im Einsatz und begleitet die Motorsport-Königsklasse jedes Jahr auf ihrer Welttournee. (dpa/dk)














