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Reality-Trash
Nach Homophobie-Skandal: Sat.1 bringt "Promis unter Palmen" zurück
Das Reality-Format "Promis unter Palmen" war für Sat.1 Segen und Fluch zugleich. Die erste Staffel war der trashige Quotenhit der frühen Corona-Zeit, die zweite war durch den Tod von Willi Herren und einen Homophobie-Skandal überschattet.

In Staffel eins von "Promis unter Palmen" trat Matthias Mangiapane an (Bild: Sat.1 / Richard Hübner)
- 30. Juli 2024, 09:49h 2 Min.
Sat.1 holt die Reality-Show "Promis unter Palmen" zurück ins Programm. "Wir suchen ab sofort nach außergewöhnlichen, prominenten Charakteren für die dritte Staffel von 'Promis unter Palmen'", sagte Sat.1-Senderchef Marc Rasmus laut Sender-Mitteilung aus Unterföhring. Zuvor hatte der Branchendienst dwdl.de berichtet.
"Viele Reality-Fans wünschen sich seit mehr als drei Jahren regelmäßig die Rückkehr dieser beliebten und überaus erfolgreichen Sat.1-Marke, bald öffnen wir wieder die Türen unserer traumhaften Villa am Strand", so Rasmus. Die neuen Folgen von "Promis unter Palmen – Für Geld mache ich alles!" sollen 2025 in Sat.1 und im Streamingportal Joyn zu sehen sein. Der Sat.1-Chef ironisch: "Für die Sicherheit der Promis sorgt eine 24-stündige Kameraüberwachung der gesamten Anlage."
Erst homophobes Mobbing, dann ein Toter
"Promis unter Palmen" war im ersten Corona-Jahr 2020 ein großer Quotenerfolg, wurde allerdings durch eine Mobbing-Attacke des schwulen Entertainers Matthias Mangiapane, der am Ende Zweiter wurde, überschattet (queer.de berichtete). Die zweite Staffel 2021 stand unter keinem guten Stern: Die aufgezeichnete Show-Staffel wurde nicht mehr bis zum Ende ausgestrahlt, weil Teilnehmer Willi Herren nach Ende der Dreharbeiten gestorben war.
Zuvor hatte es auch viel Ärger um Äußerungen von Kandidat Marcus Prinz von Anhalt gegeben. Er hatte Frauen auf ihr Aussehen reduziert und war Dragqueen Katy Bähm – alias Burak Bildik – homophob angegangen. Damals bezeichnete er die Homosexualität der Dragqueen als "scheiße" und "eklig" (queer.de berichtete) Sat.1 distanzierte sich nach einem öffentlich Aufschrei scharf von dem Pöbel-Prinzen und erklärte, ihn nie wieder auftreten lassen (queer.de berichtete).
Als Folgeformat brachte Sat.1 dann ein Jahr später die Realityshow "Club der guten Laune" in die Spur, an der unter anderem Szenegröße Julian F.M. Stoeckel teilnahm (queer.de berichtete). Die Spielregeln waren denen von "Promis unter Palmen" ähnlich – mehr oder weniger prominente Menschen müssen immer wieder an Spielen teilnehmen, um den Aufenthalt im Club so lange wie möglich zu genießen. Der Sender verbannte sie wegen schwacher Einschaltquoten aber bald von der besten Sendezeit ins Spätprogramm. (dpa/cw)
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