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Terrorprozess
Anschlag auf queerfreundliche Moschee geplant: Prozessauftakt in Düsseldorf
Sieben mutmaßliche Terroristen müssen sich wegen eines angeblich geplanten Anschlags auf die Ibn-Ruschd-Goethe-Moschee und andere Ziele verantworten.

Die Angeklagten stehen in Düsseldorf vor Gericht (Bild: IMAGO / Funke Foto Services)
- 31. Juli 2024, 11:41h 2 Min.
Am Dienstag ist vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht der Prozess gegen sieben mutmaßliche Islamisten gestartet, die unter anderem einem Anschlag auf die queerfreundliche Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin geplant haben sollen. Bei den Angeklagten handelt es sich laut der "Rheinischen Post" um Männer zwischen 21 und 47 Jahren, die die kirgisische, tadschikische und turkmenische Staatsbürgerschaft haben. Sie wurden vom Generalbundesanwalt wegen Gründung und Mitgliedschaft in einer inländischen terroristischen Vereinigung angeklagt.
Die Angeklagten sollen aus der Ukraine eingereist sein und sich im Februar und März 2022 zu einer "abgeschotteten und konspirativ agierenden islamistisch-jihadistischen Vereinigung zusammengeschlossen haben". Mit "öffentlichkeitswirksamen Anschlägen" wollten sie laut der Staatsanwaltschaft "Ziele und Zwecke des 'Islamischen Staates'" fördern. Sie hätten etwa auch Geld für den IS gesammelt und Kontakt zu Gleichgesinnten in Frankreich, den Niederlanden und Österreich gehabt.
Ibn-Ruschd-Moschee als Anschlagsziel
Die Ibn-Rusch-Goethe-Moschee machten sie offenbar als Ziel aus, weil die Verantwortlichen um Imamin Seyran Ateş mit einer Regenbogenfahne posiert hatten (queer.de berichtete). Ein entsprechendes Bild sei in der Telegram-Gruppe der Terrorverdächtigen geteilt worden. Die Moschee wurde im Oktober 2023 aus Angst vor einem terroristischen Anschlag vorübergehend geschlossen (queer.de berichtete).
Liebe ist halal ? Vielen Dank für die Unterstützung der heutigen Muslim Pride-Veranstaltung!
Posted by Ibn Rushd Goethe Moschee on Thursday, July 25, 2024
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Die Verdächtigten wollten offenbar auch eine Kirmes in Köln angreifen. Da sie aber keine automatischen Waffen zur Verfügung gehabt hätten, hätten sie überlegt, einem "Ungläubigen" öffentlichtkeitswirksam den Kopf abzuschneiden. Eine derartige Attacke erschütterte 2020 Paris, als ein tschetschenischer Terrorist den Lehrer Samuel Paty auf diese bestialische Art tötete.
Ein islamistischer Attentäter hatte am 3. Oktober 2020 aus Homosexuellenfeindlichkeit zwei schwule Touristen in Dresden attackiert – einer der beiden Männer aus Nordrhein-Westfalen starb (queer.de berichtete). Der zum Tatzeitpunkt 20-jährige in Syrien geborene Täter wurde zur Höchststrafe – lebenslang plus Sicherungsverwahrung unter Vorbehalt – verurteilt (queer.de berichtete). (cw)















