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- 31. Juli 2024, 19:06h 2 Min.
Die ursprünglich für November geplante Ausstellung über das Lebenswerk des queeren Designers Wolfgang Joop (79) in Potsdam ist verschoben. Das Rathaus teilte mit: "Im Verlauf der Planungsphase hat das Team von Wolfgang Joop gemeinsam mit dem Potsdam Museum die Ausstellung um zusätzliche Aspekte erweitert und ist übereingekommen, sie wegen des hohen zeitlichen Aufwands nun bis Februar 2025 zu verwirklichen."
Im August des vergangenen Jahres hatte die Stadt angekündigt, die Schau mit dem Titel "Widerspruch" kurz vor Joops 80. Geburtstag im November 2024 zu eröffnen. Die mehrmonatige Ausstellung soll die Vielseitigkeit von Joops Leben und Wirken zeigen, der längst nicht nur Mode kreiert.
Der Designer, Zeichner und Buchautor ist in der Landeshauptstadt Potsdam geboren und lebt auch wieder hier. Mit Blick auf seinen 80. Geburtstag hatte er im vergangenen Jahr gesagt: "Ich fühl' mich viel zu jung, um 80 zu sein."
Die Stadt teilte mit, die umfassende Retrospektive werde das Lebenswerk von Wolfgang Joop vorstellen, seltene Einblicke in sein persönliches Leben geben und neben seiner internationalen Karriere auch seine Potsdamer Wurzeln aufzeigen. Es handle sich um ein sehr umfangreiches und technisch anspruchsvolles Projekt. "Die Ausstellung wird sicherlich Gäste aus ganz Deutschland und über die Landesgrenzen hinaus anziehen», sagte der Direktor des Potsdam Museums, Thomas Steller, laut einer Mitteilung."
Joop begann in den 1970er Jahren erfolgreich als Designer zu arbeiten und präsentierte 1979 eine Pelzkollektion in New York. In den 1980er Jahren gründete er sein eigenes Unternehmen, das unter dem Label "JOOP!" bis heute weltweit Bekleidung, Schuhe, Schmuck, Brillen oder Parfüm vertreibt. 2003 schuf er gemeinsam mit seinem Lebensgefährten Edwin Lemberg parallel die Modemarke Wunderkind, von der er sich jedoch 2017 wieder trennte. Joop, der sich in einem "Spiegel"-Gespräch 1996 als bisexuell geoutet hatte, ist seit 2013 mit Lemberg verpartnert (queer.de berichtete). (cw/dpa)
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