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Polizeibericht
Berlin: Homophobe Attacke auf der Motzstraße
- 4. August 2024, 04:44h 2 Min.
Am Freitagabend wurden mitten im Berliner Regenbogenkiez zwei Männer angegriffen und homofeindlich beleidigt. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Samstag.
Die beiden 55 und 57 Jahre alten Männer saßen gegen 19.20 Uhr auf einer Bank auf der Motzstraße, als ein 33-Jähriger auf sie aufmerksam wurde. Im weiteren Verlauf soll der 33-Jährige die beiden mit Lebensmitteln beworfen und homophob beleidigt haben. Daraufhin sei es zu einem Handgemenge gekommen, bei dem der 57-Jährige zu Boden gerissen worden sein und Verletzungen an einem Arm und im Gesicht erlitten haben soll, die jedoch keiner Behandlung bedurften.
Gemeinsam fixierten die 55 und 57 Jahre alten Männer den 33-Jährigen bis zum Eintreffen der alarmierten Polizeikräfte, wobei dieser dem 55-Jährigen in einen Finger gebissen und zudem versucht haben soll, ihn zu bespucken. Der 33-Jährige erlitt Hautabschürfungen. Eine freiwillige Atemalkoholkontrolle ergab bei ihm einen Wert von über 1,7 Promille, bevor er von den Einsatzkräften in einen Polizeigewahrsam gebracht wurde. Dort wurde eine staatsanwaltschaftlich angeordnete Blutentnahme durchgeführt. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen durfte er seiner Wege gehen. Wie bei Hasskriminalität üblich, ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes.
Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über LGBTI-feindliche Übergriffe, da die Landespolizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für queere Menschen. (cw/dpa)















