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CSD in der Hansestadt

Klare Kante gegen rechts: 250.000 beim Hamburg Pride

Unter dem Motto "5 vor 12! Du & ich gegen Rechtsdruck" beteiligten sich am Samstag hunderttausende Menschen an der Hamburger CSD-Demo. Angemeldet hatte sich so viele Gruppen wie nie zuvor.


Die CSD-Demonstration zog vom Mundsburger Damm über die Lange Reihe, den Hauptbahnhof und die Mönckebergstraße bis zum Rathausplatz (Bild: IMAGO / teamwork)
  • 4. August 2024, 07:28h 3 Min.

Heiß, bunt, laut und deutlich: Hunderttausende Menschen haben in Hamburg am Samstagnachmittag den Christopher Street Day (CSD) mit einer großen Demo gefeiert. Die meisten von ihnen waren bunt angezogen, viele hatten Glitzer im Gesicht und trugen Regenbogenflaggen. "Die Demonstration ist ein super starkes Signal für den Zusammenhalt in der Gesellschaft", sagte ein Sprecher des Vereins Hamburg Pride. Dies zeige, dass sich die queere Community dem Rechtsruck entgegenstelle.

Den Veranstalter*innen und der Polizei zufolge waren etwa 250.000 Menschen nach Hamburg gekommen und haben an der Demonstration teilgenommen oder zugeschaut. Hinter dem Plakat in der ersten Reihe der Demonstration liefen Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) und die ukrainische Generalkonsulin in Hamburg, Iryna Tybinka. Tschentscher hatte sich vor Beginn der Parade noch mit einigen Demonstrant*innen sowie der Autorin Peggy Parnass ausgetauscht. Panikrocker Udo Lindenberg zeigte auf seinem Instagram-Account seine Solidarität.

Rekord bei Anmeldungen zur Demo

Das Motto der Demo war in diesem Jahr "5 vor 12! Du & ich gegen Rechtsdruck". Der lautstarke und bunte Demozug mit mehr als 130 angemeldeten Gruppen, darunter 59 Trucks, war unterwegs vom Mundsburger Damm über die Lange Reihe, den Hauptbahnhof und die Mönckebergstraße bis zum Rathausplatz. 133 Gruppen hätten sich dem Sprecher von Hamburg Pride zufolge diesmal angemeldet – das sei Rekord.

Zu den teilnehmenden Organisationen gehörten zahlreiche LGBTI-Initiativen, darunter die Aidshilfe Hamburg, die Rainbow Refugees und Einrichtungen wie das Jobcenter, das Bezirksamt Hamburg-Mitte und die Evangelische-Lutherische Kirche in Norddeutschland sowie Unternehmen wie die Hamburger Hochbahn, Hapag-Lloyd und Beiersdorf. Von den politischen Parteien waren die SPD, die Grünen, die FDP, die Linke, Volt und die Partei der Humanisten vertreten. Zum zweiten Mal konnten auf dem CSD-Inklusionstruck Rollstuhlfahrer*innen über die gesamte Demo-Route mitfahren. Der Truck wurde in Kooperation mit der Deutschen Muskelschwund-Hilfe Hamburg organisiert.

LGBTI-Schutz im Grundgesetz gefordert

"Wir haben heute als LGBTIQ*-Community, aber auch als Stadt Hamburg insgesamt ein kraftvolles Zeichen gesetzt und deutlich gemacht: Wir stehen zusammen gegen rechte Hetze", erklärten die Co-Vorsitzenden des Hamburg Pride e.V., Nicole Schaening und Christoph Kahrmann. "Jetzt ist die Politik an der Reihe: Alle in der NS-Zeit verfolgten Gruppen stehen unter dem Schutz von Art. 3 des Grundgesetzes – mit Ausnahme queerer Menschen. Die Ergänzung ist somit eine überfällige Ergänzung, um auch die Anerkennung und den Schutz der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt zu gewährleisten."

Schon seit Wochenbeginn hängen in Hamburg an vielen Gebäuden und Einrichtungen Regenbogenflaggen. So fand etwa auch die Hamburger Hochbahn die Hansestadt bunt am "allerschönsten". Bereits am Freitagabend sollte der "9. Hamburger Dyke* March – für mehr lesbische* Sichtbarkeit!" mit etwa 1.000 Menschen vom Gänsemarkt zur Reeperbahn ziehen. Das CSD-Straßenfest auf dem Rathausmarkt sowie am Ballindamm geht bis Sonntagabend um 22 Uhr weiter. (cw/dpa)

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