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Valentina Gomez

US-Republikanerin: "Fickt diese schwulen Pädophilen in unserer Regierung"

Wie sehr der Wahlkampf in den USA verroht, zeigt eine republikanische Bewerberin aus Missouri: Valentina Gomez macht aus ihrer Abneigung gegenüber Homosexuellen und anderen queeren Menschen kein Geheimnis.


Auf Instagram kann Valentina Gomez ihre Hassrede offen verbreiten (Bild: Screenshot / Instagram)

  • 5. August 2024, 13:30h 3 Min.

Die republikanische Politikerin Valentina Gomez hat erneut mit einem queer­feindlichen Beitrag auf sozialen Medien für Schlagzeilen gesorgt. Dabei beschimpfte die 25-Jährige angebliche trans Frauen als "Schwuchteln" und demokratische Politiker als "schwule Pädophile". Hintergrund der neuesten Tirade war der Streit um die beiden Boxerinnen Imane Khelif aus Algerien und Lin Yu-ting aus Taiwan, denen von Trans-Hasser*­innen vorgeworfen wird, "Männer" zu sein (queer.de berichtete). Gomez ist im Bundesstaat Missouri eine republikanische Kandidatin für für das Amt des Secretary of State, einer Art Landesinnenministerin. Die republikanischen Vorwahlen finden am Dienstag statt.

Bereits am Donnerstag hatte Gomez auf Instagram ein Video verbreitet, in dem sie erklärte: "Diese Schwuchteln sollten ihre eigene Schwuchtel-Kategorie erhalten, weil es bislang so war, dass ein Mann, der eine Frau schlägt, ins Gefängnis kommt. Jetzt kann man dafür eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen bekommen", so Gomez. "Dies sind die schlimmsten Olympischen Spiele der Geschichte", fuhr die Republikanerin fort. Im Kommentaren kritisierten einige User*­innen, dass sie damit die Nazi-Olympiade 1936 in Berlin verharmlosen würde.

"Ihr werdet nie eine wunderschöne Frau wie ich sein"

Am Freitag legte sie in einem weiteren Instagram-Beitrag noch einen drauf. Gomez beschwerte sich über negative Berichterstattung und erklärte: "Ich habe eine Reihe von Schwuchtel-Pädophilen in Hollywood in Hollywood verärgert. Aber da gibt es etwas, was ihr nie sein könnt, trotz des Make-ups und der Operationen, die ihr euch antut – eine wunderschöne Frau wie ich."

Am Samstag rief sie direkt zu ihrer Wahl auf: "Ich bitte Sie, am 6. August zur Wahlurne zu gehen und mich zu wählen. Fickt diese schwulen Pädophilen in unserer Regierung. Lassen Sie uns Amerika retten."

Gomez hat bereits mehrfach mit extrem queerfeindlichen Parolen für Schlagzeilen gesorgt, wird allerdings innerparteilich so gut wie nicht dafür kritisiert. Im Februar veröffentlichte sie ein Video, in dem sie queere Bücher mit einem Flammenwerfer verbrennt (queer.de berichtete). Im Mai veröffentlichte sie einen Wahlspot, in dem sie erklärte: "In Amerika könnt ihr alles sein, was ihr wollt. Also seid nicht schwach und schwul" (queer.de berichtete).

Kritik an Meta

LGBTI-Aktivist*innen kritisierten nicht nur die Äußerungen von Gomez, sondern auch, dass das zu Facebook-Konzern Meta gehörende Portal Instagram derartige Hasssprache erlaube. "Immer wieder scheitert Meta daran, seine queeren Nutzer vor extremer Hasssprache zu schützen", erklärte die queere Organisation GLAAD gegenüber dem "Advocate". Dass dies zugelassen werde, zeige deutlich, wie akzeptiert Hass-Postings inzwischen in sozialen Medien seien. (dk)

Update 7.8., 9.45h: Gomez verliert Vorwahl

Bei den Vorwahlen hat Valentina Gomez eine Niederlage eingefahren: Nach Auszählung aller Stimmen erhielt die 25-Jährige laut "New York Times" 7,4 Prozent der Stimmen und landete auf Platz sechs unter acht Bewerber*innen. Sie erhielt insgesamt rund 48.000 Stimmen, darunter auch ihre eigene. Als Sieger ging Dennis Hoskins mit 24,4 Prozent hervor. Er wird nun im November als republikanischer Vertreter für das Amt des Secretary of State an. Bei den Demokraten gewann Barbara Phifer die Vorwahl.

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