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"Er findet es richtig, ungläubige Menschen zu töten"

Terroralarm bei Taylor-Swift-Konzert: Verdächtiger ist geständig

Nach dem vereitelten Terroranschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien teilte die Polizei mit, dass der islamistische Hauptverdächtige voll geständig sei. Er habe ein Blutbad anrichten wollen.


Beim Polizeieinsatz in Ternitz wurde der 19-jährige Hauptverdächtige festgenommen (Bild: IMAGO / Alex Halada)

  • 8. August 2024, 10:46h 3 Min.

Nach den wegen Terrorverdacht kurzfristig abgesagten Taylor-Swift-Konzerten in Wien teilte die Polizei am Donnerstag neue Einzelheiten mit: Demnach sei der 19-jährige Hauptverdächtige des möglichen Terroranschlags voll geständig. Neben ihm und einem weiteren 17-jährige Festgenommenen werde keine weitere Person gesucht, so die Behörden.

Bei dem islamistischen Hauptverdächtigen, der am Mittwoch in der niederösterreichischen Kleinstadt Ternitz festgenommen worden war, soll es sich um einen Österreicher mit mazedonischen Wurzeln handeln. Er habe sich über Online-Foren radikalisiert. Erst vergangenen Monat habe er einen Treueschwur auf die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) abgelegt. Weiter hieß es, der 19-Jährige habe erst vor zwei Wochen, am 25. Juli, seinen Job gekündigt und gegenüber anderen erklärt, dass er noch Großes vorhabe. Die Anschlagspläne waren offenbar weit gediehen, so die Behörden, da die Polizei chemische Substanzen sichergestellt habe.

"Er ist klar radikalisiert"

Das Ziel des 19-Jährigen sei gewesen, "sich selbst und größere Menschenmenge zu töten", erklärte Omar Haijawi-Pirchner, der Chef der österreichischen Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst. Er fuhr fort: "Eines geht klar hervor: Er ist klar radikalisiert und findet es richtig, ungläubige Menschen zu töten." Ein Hinweis auf die Pläne sei von einem ausländischen Geheimdienst gekommen.

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Der zweite Verdächtige, ein 17-Jähriger, habe die Beziehung mit seiner Freundin beendet. Bei beiden gebe es offenkundig die Bereitschaft, sich zu töten, teilten die Behörden mit.

Die Polizei hatte am Mittwoch, keine 48 Stunden vor dem ersten Live-Konzert der US-Sängerin Taylor Swift im Ernst-Happel-Stadio Wien, ein Komplott für einen Anschlag auf die Veranstaltung aufgedeckt. Sie nahm neben dem 19-Jährigen auch den 17-Jährigen fest und verhörte zudem einen 15-Jährigen. Beide hatten Kontakt mit dem 19-Jährigen gehabt.

Das erste von drei Swift-Konzerten sollte am Donnerstagabend stattfinden. Alle drei Konzerte wurde abgesagt. Wo Taylor Swift sich aufhielt, war unklar. Sie hat weitere Konzerte in London geplant.

Weiterhin erhöhte Terrorgefahr

Durch die Festnahmen sei die konkrete Bedrohungslage zwar minimiert worden. Eine abstrakte Bedrohung mit erhöhter Terrorgefahr bestehe aber nach Behördenangaben weiter. Österreich hatte die Terrorwarnstufe nach den Anschlägen der islamistischen Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober auf die zweithöchste Stufe vier angehoben.

Durch das Einschreiten der Fahnder ist nach Angaben von Österreichs Innenminister Gerhard Karner eine Tragödie verhindert worden. "Die Lage war ernst, die Lage ist ernst", sagte der Politiker der christsozialen Volkspartei. "Große Konzerte sind oft ein bevorzugtes Ziel von islamistischen Attentätern."

Die Konzerte in Wien werden offenbar erstmal nicht nachgeholt. "Alle Tickets werden innerhalb der nächsten 10 Arbeitstage automatisch erstattet", ist auch auf Swifts Homepage zu lesen. Nur ein schwacher Trost für die Fans, die ihrem Schock und der Enttäuschung unter den verschiedenen Posts mit großem Verständnis, aber auch vielen Tränen-Emojis Luft machen.

Taylor Swift selbst hat sich bislang noch nicht dazu geäußert. (dpa/spot/cw)

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