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- 21. Juni 2006 1 Min.
West Hollywood (queer.de) – Die schwulste Stadt der Vereinigten Staaten will den Konsum von Haschisch und Marihuana nicht länger strafrechtlich verfolgen. Der Stadtrat von West Hollywood hat mit vier gegen null Stimmen bei einer Enthaltung eine Resolution beschlossen, die besagt, dass Polizeibeamte beim Konsum der leichten Droge ein Auge zudrücken sollen. Der Entschluss ist nicht bindend, da er mit dem Staats- und Bundesgesetz kollidieren würde. Der Besitz selbst kleiner Mengen kann in den USA zu einer Gefängnisstrafe führen. Stadtrat John Duran erwartet aber, dass der Sheriff die Resolution befolgen wird. Die Lokalpolitiker begründeten das Vorgehen mit der hohen Anzahl von HIV-positiven Patienten. Der Cannabis-Wirktstoff THC könne sanft die Nebenwirkungen der Aids-Medikamente lindern. "Marihuana-Konsum, also ein Joint oder zwei, ist einfach ein so unwichtiges Delikt, dass wir unsere Beamten nicht darauf ansetzen sollten", so Duran. Nach wie vor verfolgt werde aber der Konsum auf der Straße oder durch Minderjährige sowie der Handel. West Hollywood war die erste Stadt in den Vereinigten Staaten, in der eine Mehrheit des Stadtrates aus Schwulen und Lesben bestand. 1985 wurde sie auch die erste Stadt, die eine offizielle Eintragung homosexueller Partnerschaften ermöglichte und diese für kommunale Angestellte arbeitsrechtlich anerkannte. (dk)
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