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Selbstbestimmungsgesetz

Erste Zahlen zum SBGG aus Thüringen

  • 11. August 2024, 08:54h 2 Min.

Symbolbild (Bild: Twitter / ChangeGER)

Binnen weniger Tage haben sich Dutzende Menschen in Thüringen für die erleichterte Änderung ihres Geschlechtseintrags und Vornamens angemeldet. Die Standesämter in Erfurt und Jena verzeichneten bis Ende der Woche jeweils 28 Anmeldungen, in Weimar waren es 16. In Thüringens drittgrößter Stadt Gera waren es sechs Anmeldungen, in Eisenach fünf und in Suhl drei. Teils lagen die Zahlen unter den Erwartungen der Kommunen, in anderen Fällen gab es keine Erwartungen.

Seit dem 1. August können trans, inter und nichtbinäre Menschen im Standesamt anmelden, dass sie ihren Geschlechtseintrag und ihren Vornamen nach dem neuen Selbst­bestimmungs­gesetz ändern möchten (queer.de berichtete). Sie müssen dann drei Monate warten, bis sie ihre Erklärung abgeben können. Diese reicht dann aus. Bislang waren dafür eine Gerichtsentscheidung und zwei Sachverständigengutachten nötig.

Wer also am 1. August seine Anmeldung abgab, kann zum frühestmöglichen Zeitpunkt am 1. November die Änderung vollziehen. Das führte auch in Thüringen dazu, dass sich zum ersten möglichen Zeitpunkt vergleichsweise viele Menschen beim Standesamt meldeten.

In Erfurt lagen etwa am ersten Tag schon elf Anmeldungen vor. In den vergangenen Jahren seien etwa zehn Änderungen von Geschlechts- und Namenseinträgen jährlich verzeichnet worden. Auch in Weimar gab es am 1. August elf Anmeldungen – bei insgesamt drei Änderungen im kompletten Jahr 2023. Jena verzeichnete 13 Anmeldungen am ersten Tag. In den meisten Städten kostet die Anmeldung 20 Euro und die finale Erklärung dann noch einmal 25 Euro. (cw/dpa)

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