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Tom Daley (Bild: tomdaley / instagram)

Der schwule Wassersprungstar Tom Daley hat nach den Olympischen Spielen in Paris seinen Rücktritt bekanntgegeben. Das sagte der 30-jährige Brite in einem Interview der britischen "Vogue". Daley hatte in Paris Silber im Synchron-Turmspringen vom 10-Meter-Turm gewonnen (queer.de berichtete). Es war die fünfte olympische Medaille seiner Karriere. 2021 hatte Daley in Tokio Gold geholt.

Die Entscheidung, seine Karriere zu beenden, hatte Daley schon vor den Sommerspielen in Paris getroffen. "Es fühlte sich sehr, sehr surreal an", sagte der fünfmalige Medaillengewinner. "Ich war so unglaublich nervös vorab, weil ich wusste, dass es meine letzten Olympischen Spiele werden."

Ursprünglich hatte sich Daley bereits nach den Spielen von Tokio zurückziehen wollen. Doch sein ältester Sohn habe ihn dazu überredet, noch einmal an Olympia teilzunehmen (queer.de berichtete). "Es ist etwas ganz Besonderes, das vor den Augen meines Sohnes zu tun, der mich gebeten hat, zurückzukommen", sagte Daley. "Jetzt habe ich eine Medaille in jeder Farbe."

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2012 in London und 2016 in Rio hatte er bereits Bronze gewonnen, bevor er in Tokio Gold und eine weitere Bronzemedaille gewann.

Im Dezember 2013 gab der damals 19-jährige Daley in einem YouTube-Video bekannt, sich in einen Mann verliebt zu haben. Kurz zuvor hatte er auf die Frage eines Journalisten, wie er zu seiner wachsenden schwulen Fangemeinde stehe, mit demonstrativer Gleichgültigkeit reagiert. Dies wurde in einem Zeitungsartikel dann jedoch nicht nur als Toleranz ausgelegt, sondern gleichzeitig als Klarstellung missverstanden, Daley selbst sei eben nicht schwul. Diese Falschaussage führte zu einem empfundenen Klärungsbedürfnis, obgleich ihm Teamkollegen, Trainer und Freunde zuerst deutlich von seinem geplanten Schritt abrieten.

Die Sorge, durch sein Outing zu "dem schwulen Sportler" zu werden, bestätigte sich nicht; der mediale Fokus verblieb auf seinem sportlichen Erfolg, sein Privatleben fand und findet nur noch gelegentlich und am Rande Erwähnung in der Sportberichterstattung. Daleys Video wurde inzwischen 12,5 Millionen Mal angesehen. (cw/dpa)

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