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- 22. Juni 2006 2 Min.
Columbus (queer.de) - Die amerikanische Episkopalkirche, die zur anglikanischen Gemeinschaft gehört, will nun doch keine homosexuellen Bischöfe mehr weihen. Sie empfahl ihren Diözesen in einer Resolution, "Zurückhaltung zu üben, indem der Weihe eines Bischofskandidaten nicht zugestimmt wird, dessen Leben eine Herausforderung für die anglikanische Weltkirche bedeutet und weitere Risse in der Gemeinschaft erzeugen könnte", berichtet Reuters. 24 Stunden zuvor hatten die Delegierten in Columbus (US-Bundesstaat Ohio) noch ein Verbot der Weihe von homosexuellen Bischöfen abgelehnt (queer.de berichtete). Mit dieser nicht bindenden Resolution will die Episkopalkirche weitere Konflikte oder sogar eine Kirchenspaltung verhindern. Insbesondere afrikanische Anglikaner haben gegen die liberalen Positionen der Amerikaner und insbesondere gegen die Ernennung von Gene Robinson zum Bischof von New Hampshire vor drei Jahren protestiert. Er ist der erste offen schwule Bischof in der 450-jährigen Kirchengeschichte. Die am Wochenende zur Chefin der Episkopalkirche gewählte Katharine Jefferts Schori unterstützte die Resolution, weil sie "Homosexuellen nicht die Tür vor der Nase zuknallt". "Die Resolution ist bei weitem nicht ideal. Aber sie ist das beste, was wir im Moment tun können", so die Bischöfin von Nevada. Jefferts Schori gilt als homo-freundlich und hatte auch 2003 Bischof Robinson offen unterstützt.
Presbyterianer: Homo-Pfarrer okay
Die Presbyterian Church USA hat unterdessen bei ihrer Versammlung in Birmingham (US-Bundesstaat Alabama) beschlossen, dass auch sexuell aktive Homosexuelle die Prieserweihe erhalten könnten. Mit 298 gegen 221 wurde das Papier "Frieden, Einheit und Reinheit der Kirche" angenommen. Die presbyterianische Kirche ist eine protestantische Religionsgemeinschaft mit 2,3 Millionen Mitgliedern in den USA. (dk)
Mehr zum Thema:
» Interview mit Bischof Robinson: 'Ich mag Spaß' (queer.de vom 29.12.03)















Auch wenn die episkopalen und anglikansichen Kirchen eine Einheit bilden, sind sie es doch gar nicht! Die Unterschiede in den USA zu England oder gar zu Afrika sind riesig und so müßen wir es so hinnehmen wie es dasteht! Die einen entschließen das und die anderen empfehlen das! Wie sich die einzelnen Diozösen dann entscheiden, wird die Zukunft zeigen!