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Landesaktionsplan

Meckpomm will mehr gegen Queer­feindlichkeit tun

Immer wieder gibt es Taten in Mecklenburg-Vorpommern, die sich gegen queere Menschen richten. Die Landesregierung will für mehr Akzeptanz sorgen.


Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern will queere Menschen besser schützen (Bild: Thomas Kohler / flickr)

  • 20. August 2024, 14:19h 2 Min.

Nach mehreren queerfeindlichen Zwischenfällen in der jüngsten Vergangenheit in Mecklenburg-Vorpommern hat die rot-rote Landesregierung am Dienstag ihren Aktionsplan "Vielfalt und Toleranz Mecklenburg-Vorpommern – In Vielfalt vereint!" aktualisiert. 80 Maßnahmen sollen in den kommenden Jahren umgesetzt werden, um die Anliegen queerer Menschen in der Gesellschaft besser zu verankern, wie das Sozialministerium mitteilte. Unter anderem sollen queere Themen in der Ausbildung von Erzieher*innen angesprochen werden, wie ein Ministeriumssprecher sagte.

Queerfeindlichkeit und Einschüchterungsversuche seien in der Gesellschaft nach wie vor verbreitet und nähmen tendenziell zu, erklärte Sozialstaatssekretärin Sylvia Grimm (SPD). "Das regelmäßige Beschmieren der Regenbogenbank in Rostock oder die Ersetzung der Regenbogenfahne durch eine Hakenkreuzfahne am Neubrandenburger Bahnhof sind nur zwei Beispiele dafür." Grimm sprach sich für eine bessere Akzeptanz der queeren Community in der Gesellschaft aus.

In einer Online-Befragung des Ministeriums im Jahr 2020 hatten den Angaben zufolge 72 Prozent der teilnehmenden queeren Befragten angegeben, dass sie vollkommen offen ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität in MV leben könnten. Jeder zweite Befragte gab demzufolge aber auch an, innerhalb der vorangegangenen fünf Jahre aufgrund der eigenen sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität negative Reaktionen wie Benachteiligungen, Ablehnungen oder Ausgrenzungen erfahren zu haben. Trans- und intersexuelle Menschen seien dabei häufiger betroffen gewesen.

Der Aktionsplan soll nun dem Landtag zur Kenntnis zugeleitet werden. An der Erarbeitung hatten laut Ministerium zahlreiche Verbände mitgewirkt.

Der Landesaktionsplan gegen Queerfeindlichkeit war im Nordost-Land bereits 2015 aus der Taufe gehoben worden (queer.de berichtete). Inzwischen arbeiten alle Bundesländer – mit der Ausnahme von Bayern – mit einem derartigen Plan. Der bayerische Ministerpräsident hatte zwar bereits in der letzten Legislaturperiode einen Aktionsplan in Aussicht gestellt, im vor zehn Monaten vorgestellten Koalitionsvertrag ist dieser Punkt aber ignoriert worden (queer.de berichtete). (dpa/cw)

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