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Polizeibericht
Schwuler Hamburger in Falle gelockt und schwer verletzt
In Hamburg verabredete sich ein 47-Jähriger online zu einem Sexdate mit einem anderen Mann. Am Treffpunkt wurde jedoch von vier vermummten Personen krankenhausreif geschlagen. Die Polizei sucht Zeug*innen.

Symbolbild: Der Staatschutz des Landeskriminalamts Hamburg ermittelt (Bild: René Mentschke / flickr)
- 24. August 2024, 04:57h 2 Min.
Offenbar wegen seiner sexuellen Orientierung ist ein Mann in Hamburg in eine Falle gelockt und schwer verletzt worden. Das meldete die Polizei der Hansestadt am Freitag. Der Vorfall selbst ereignete sich bereits in der Nacht vom 15. auf den 16. August.
Laut Polizeibericht hatte sich ein 47-Jähriger kurz nach Mitternacht in der Marienthaler Straße mit einem anderen, ihm unbekannten Mann über eine Dating-Plattform verabredet. Zum Sex kam es jedoch nicht: In dem Wendehammer der Marienthaler Straße wurde das Opfer von vier bislang unbekannten und mit Halstüchern vermummten Tätern angegriffen und im Gesicht schwer verletzt.
Zum äußeren Erscheinungsbild der Angreifer konnte der 47-Jährige lediglich mitteilen, dass es sich um junge, männliche Erwachsene oder Heranwachsende gehandelt hätte, die deutsch mit einem osteuropäischen Akzent gesprochen hätten.
Das Opfer musste im Krankenhaus operiert werden
Nachdem die Täter geflüchtet waren, traf der 47-Jährige einen Zeugen, der Rettungskräfte alarmierte. Der Angegriffene erlitt schwere Kopfverletzungen (u.a. einen Jochbeinbruch) und musste im Krankenhaus operiert werden.
Zeug*innen, die Beobachtungen gemacht haben oder sonstige Informationen geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer (040) 4286-56789 an das Landeskriminalamt zu wenden. Die Ermittlungen führt, wie bei Hasskriminalität üblich, die Staatsschutzabteilung.
Starke Zunahme queerfeindlicher Gewalt
Zuletzt ging die Zahl der gemeldeten queerfeindlichen Straftaten in Hamburg steil nach oben. Laut einer Anfrage des Grünen-Bürgerschaftsabgeordneten Farid Müller vom Mai binnen eines Jahres um 75 Prozent (queer.de berichtete). Zuletzt kam es Ende vergangener Woche zu einer erneuten homophoben Attacke im Hamburger Stadtpark (queer.de berichtete). (cw)














