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Hygiene und gute Beratung
Seriös und sicher: Wie man das richtige Tattoostudio findet
Kunst auf der Haut soll Freude machen – und vor allem sicher sein. Umfassende Beratung und Hygiene sollten an erster Stelle stehen. Wie findet man ein gutes Tattoostudio?

Von Tom of Finland inspiriertes Tattoo eines trans Manns, Illustration aus dem wegweisenden Bildband "Queer Tattoo" (Bild: James Lauder / Kettler Verlag)
- 25. August 2024, 09:39h 3 Min.
Tattoos werden immer mehr zum Trend und auch gesellschaftstauglicher – und das aus guten Gründen. Die Kunstwerke auf der Haut sind eine Möglichkeit, persönliche Geschichten oder Überzeugungen visuell festzuhalten, ein Mittel zur Selbstverwirklichung und ein Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Gerade weil ein Tattoo lebenslang auf bzw. unter der Haut bleibt, ist es wichtig, dass es sicher und hygienisch angefertigt wird. Problematisch: Tätowieren ist kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf, ein Studio eröffnen kann quasi jede*r. Der Branche fehlen offizielle Regeln. Auf diese Kriterien sollte man bei der Suche nach einem Tattoostudio achten.
Umfassende Recherche
Wer plant, sich ein Tattoo stechen zu lassen, hat wahrscheinlich zumindest eine ungefähre Ahnung von dem gewünschten Motiv oder Design bzw. einem speziellen Stil. Soll es ein detailliertes Porträt sein, abstraktes Fineline oder lieber etwas Buntes? Je nach Stilrichtung sollte auch das Tattoostudio gewählt werden – jedes hat sein eigenes Spezialgebiet. Gute Tätowierer*innen sollte im Voraus ausführlich beraten und im Zweifel andere Studios empfehlen.
Bevor man sich für ein Studio entscheidet, sollte man sich genügend Zeit nehmen, dieses zu recherchieren. Auf der Website oder Social-Media-Profilen teilen Tätowierer*innen oft ihre vergangenen Werke und auch zukünftige Designs. Auch Online-Reviews sollten gelesen werden. Am besten ist natürlich die persönliche Empfehlung von Bekannten. Zudem sollte das Tattoostudio offiziell als Gewerbe angemeldet sein – hier prüfen Behörden die Sauberkeit und verwendeten Materialien.
Hygiene und Sicherheit
Neben der Onlinerecherche empfiehlt es sich, ein Studio im Vorhinein zu besuchen, um sich ein Bild zu machen. Gerade bei aufwändigeren Kunstwerken sollte eine Vorbesprechung sowieso Standard sein. Der erste Eindruck kann bereits Aufschluss zur Professionalität und den Hygiene-Standards des Studios geben.
Schauen kann man zum Beispiel, ob Einmalbehälter für Farbe im Studio vorhanden sind und ob beim Tätowieren frische Einmalhandschuhe verwendet werden. Zudem sollten die Nadeln steril beziehungsweise noch verpackt sein, Oberflächen im Studio sollten abwischbar sein. Ein professionelles Tattoostudio sollte auch einen Hygieneplan haben. Mittlerweile gibt es eine Norm, die Anforderungen an die Hygiene vor und während des Tätowierens sowie die Nachsorge klar definiert. Ein gutes Zeichen ist auch, wenn das Studio Mitglied eines Dachverbands ist.
Umfassende Beratung
Ein Tattoo ist eine Entscheidung fürs Leben und sollte auch von Tattoostudios so behandelt werden. Im Vorfeld sollte es ein Beratungsgespräch geben, bei dem Ideen und Wünsche besprochen werden. Professionelle Tätowierer*innen sollte in der Lage sein, die Vorstellungen zu verstehen und gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge zu machen. Wichtig ist auch, wie gut Studios über den Prozess und die Nachsorge informieren.
Während der Preis nicht das einzige Kriterium für ein Tattoo sein sollte, ist es wichtig, dass Kosten transparent kommuniziert werden. Ein seriöses Tattoostudio sollte vor Beginn der Arbeit einen klaren Kostenvorschlag geben. Extrem niedrige Preise sind ein Hinweis auf mangelnde Qualität oder unsachgemäße Praktiken. (cw/spot)















