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Das hat die Fachjury entschieden

"Das letzte Tabu" für Deutschen Fernsehpreis nominiert

Große Ehre für eine wichtige Doku: "Das letzte Tabu", das von schwulen Profifußballern handelt, ist für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Die Kaulitz-Zwillinge haben zudem die Chance, einen zweiten Fernsehpreis zu gewinnen.


"Das letzte Tabu" handelt von schwulen Fußballprofis (Bild: Broadview Pictures)
  • 5. September 2024, 11:35h 3 Min.

Die Dokumentation "Das letzte Tabu" kann sich Hoffnungen auf den prestigeträchtigen Deutschen Fernsehpreis machen. Wie am Donnerstag bekannt gegeben wurde, nominierte die Jury den 95-minütigen Film von Manfred Oldenburg in der Kategorie "Beste Dokumentation/Reportage".

"Das letzte Tabu" beleuchtet die inneren und äußeren Konflikte schwuler Profifußballer. Dabei werden schwule Ex-Fußballer wie Thomas Hitzlsperger oder Marcus Urban interviewt. Seit Februar ist die Doku bei Amazon Prime Video erhältlich (Abonnent*innen können sie hier ansehen). Im Juni zeigte auch das ZDF "Das letzte Tabu" in der Primetime, allerdings waren die Einschaltquoten enttäuschend (queer.de berichtete). Bis zum 11. September steht der Film auch noch kostenlos in der ZDF-Mediathek zum Streamen bereit.

Die Fernsehpreis-Jury begründete ihre Nominierung damit, dass Filmemacher Manfred Oldenburg das Problem, dass sich in Deutschland noch kein einziger aktiver männlicher Fußballprofi geoutet habe, "mit seiner aufwendig recherchierten Dokumentation ins Licht der Öffentlichkeit" rücke. "Ebenso behutsam wie eindrücklich zeigt er auf, wie Profitgier, Homophobie und mangelnde Solidarität den Betroffenen das Leben schwer machen. Doch es geht nicht um Schwarzmalerei: Auch positive Entwicklungen werden aufgezeigt", so die Jury.

In der Kategorie "Beste Dokumentation/Reportage" sind außerdem vier weitere Filme nominiert. Dabei handelt es sich um "Gekaufte Politik? Europa in der Korruptionskrise" (arte/ZDF), "Hamas-Angriff aufs Festival – Die Überlebenden des Wüsten-Raves" (arte/ZDF), Putins Bären (ARD/funk) und "Uncovered: Sucht aus der Pillen-Packung. Die weltweite Opioid-Krise" (ProSieben).

Kaulitz-Zwillingen erneut nominiert

Auch die medial omnipräsenten Kaulitz-Zwillinge können sich Hoffnung auf einen Fernsehpreis machen. Ihre Netflix-Realityserie "Kaulitz & Kaulitz" wurde in der Kategorie "Beste Unterhaltung Reality" nominiert. "Die Reality-Serie 'Kaulitz & Kaulitz' versprüht Leichtigkeit, Lebensfreude und Glamour, zeigt aber auch die Menschen hinter den Entertainern: zwei selbstironische Sympathieträger, für die der brüderliche Zusammenhalt eine wichtige Rolle im Leben spielt", so begründete die Fernsehpreis-Jury diese Nominierung.

"Kaulitz & Kaulitz" muss sich nun in dieser Kategorie gegen zwei andere ebenfalls nominierte Produktionen durchsetzen – nämlich die RTL+-Abenteuershow "Alone – Überlebe die Wildnis" und die RTL-Spielshow "Die Verräter – Vertraue Niemandem!".

Bereits im letzten Jahr waren Bill und Tom Kaulitz als Moderationsduo der RTL+-Musikshow "That's My Jam" für den Deutschen Fernsehpreis nominiert – und konnten ihn am Ende sogar gewinnen (queer.de berichtete).

Insgesamt hat das ZDF im Nominierungsranking mit 30 Nennungen die Nase vorn, gefolgt von ARD-Sendern mit 21 und RTL mit 16 Nominierungen.

ESC-Dauermoderatorin Barbara Schöneberger präsentiert Fernsehpreis-Primetimeshow

Die Preisverleihung ist wie in den letzten Jahren in zwei Teile gesplittet: Am 24. September findet die von Esther Sedlaczek moderierte "Nacht der Kreativen" im Rahmen eines gesetzten Dinners in der Kölner Flora statt. Hier werden Preisträger*innen für kreativen Einzelleistungen ausgezeichnet. Am zweiten Abend führt Barbara Schöneberger in den MMC-Studios in Köln-Ossendorf durch die Award-Gala mit der Verleihung der Auszeichnungen in den Werkkategorien. Die Ausrichtung übernimmt in diesem Jahr der Westdeutsche Rundfunk stellvertretend für die turnusgemäß federführende ARD. Das Erste strahlt die Gala am 25. September zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr aus. (dk)

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