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Auftritt bei queeren Republikanern

Kid Rock soll Schwule und Lesben für Trump begeistern

Wer Southern Rock und Donald Trump liebt – und dazu noch einen Tausender übrig hat – sollte Ende des Monats nach Nashville gehen: Dann tritt Kid Rock bei einer Spendenveranstaltung der queeren Republikaner auf.


Kid Rock bei seinem Auftritt beim republikanischen Parteitag im Juli (Bild: IMAGO / ZUMA Press)
  • 10. September 2024, 11:20h 2 Min.

Der 53-jährige Sänger Kid Rock wird am 29. September in Nashville als Stargast bei einer republikanischen Spendengala der queeren Organisation der Republikaner auftreten. Das gaben die Log Cabin Republicans am Wochenende bekannt. Die Veranstaltung mit dem Titel "Red White & Rock" biete ein "stargespicktes Konzert, das Konservative vereinigt und den amerikanischen Geist feiert", heißt es in der Ankündigung.

Eintrittskarten gibt es ab 1.000 Dollar (900 Euro) für eine Person und 1.500 Dollar (1.360 Euro) für ein Paar. Das teuerste Ticket kostet 50.000 Dollar (45.300 Euro) pro Paar. Neben Kid Rock sind als "Special Guests" auch Richard Grenell und Kimberly Guilfoyle angekündigt. Der offen schwule Politiker Grenell war unter Trump zeitweise US-Botschafter in Deutschland (queer.de berichtete). Guilfoyle wurde als Moderatorin beim rechten Meinungssender "Fox News Channel" bekannt und macht heute als Ehefrau von Donald Trump Jr. Werbung für ihren Schwiegervater.


(Bild: Log Cabin Republicans)

Kid Rock war bereits im Juli beim republikanischen Parteitag in Milwaukee aufgetreten. Damals sang er seinen Hit "American Bad Ass". Der Sänger gehört zu den wenigen amerikanischen Entertainment-Stars, die Donald Trumps Republikaner im Wahlkampf unterstützen.

Kid Rock gilt nicht als queerfreundlich

Mit LGBTI-Rechten hat Kid Rock jedoch so seine Probleme: 2022 beteiligte er sich martialisch an einer Kampagne gegen den Bierhersteller Budweiser. Er schoss damals mit einem Maschinengewehr auf drei Packungen "Bud Light"-Dosenbier. Das "Vergehen" des Bierherstellers: Er hatte in sozialen Medien mit einer trans Influencerin geworben. Auch ansonsten schien Rock von queeren Menschen wenig zu halten: Fans, die ihn nervten, beschimpfte er etwa bei einem Konzert als "verdammte Schwuchteln" (queer.de berichtete).

Die Log Cabin Republicans stehen trotz dessen teils sehr queerfeindlichen Positionen hinter ihrem Kandidaten Donald Trump. Bereits im März organisierte der Verband eine Spendengala mit der früheren First Lady Melania Trump (queer.de berichtete).

Unabhängige LGBTI-Organisationen unterstützen hingegen fast einhellig Kamala Harris und die Demokraten. Erst am Wochenende hielt der demokratische Vizepräsidentschaftskandidat Tim Walz etwa eine 30-minütige umjubelte Rede bei einer Gala der Human Rights Campaign, der größten LGBTI-Organisation des Landes (queer.de berichtete). (dk)

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