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27. bis 29. September

QueerFilmfest Rostock zeigt queere Highlights

Ende des Monats gibt es in Rostock drei Tage lang queere Filme satt. Dabei gibt es einige preisgekrönte Filmperlen zu sehen.


Beim QueerFilmfest Rostock ist unter anderem auch der Film "Desire Lines" zu sehen (Bild: Full Spectrum Features)

  • 14. September 2024, 02:56h 3 Min.

Das QueerFilmfest Rostock wird in diesem Jahr zum 16. Mal stattfinden. Von Freitag (27. September) bis Sonntag (29. September) stehen Lang- und Kurzfilme mit Fokus auf queere Themen, ein Stadtspaziergang, ein Vortrag und eine Aftershow-Party auf dem Programm.

Dem filmischen Auftakt am Freitag macht die griechische Doku "Lesvia", die erst kürzlich mit dem Debütfilmpreis ausgezeichnet wurde (queer.de berichtete). "Lesvia" erzählt von über 40 Jahren lesbischer Identität und dem Konflikt zwischen den Bewohner*innen des kleinen Dorfes Eressos auf der griechischen Insel Lesbos und den Lesben, die auf der Suche nach Liebe, Freiheit und Gemeinschaft hierher kamen. Die 1962 geborene Regisseurin, die selbst aus Lesbos kommt und lesbisch ist, steht dabei zwischen den Fronten und berichtet von der Entwicklung in den vergangenen vier Jahrzehnten.

Wie viele trans Männer stellen nach ihrem Coming-out fest, dass sie eigentlich schwul sind?

Zu den Highlights gehört auch die amerikanische Produktion "Desire Lines", der beim queeren Filmfestival Pink Apple in Zürich als bester Film ausgezeichnet wurde (queer.de berichtete). Der Film, der am Samstag um 19 Uhr in Rostock zu sehen sein wird, fragt: Wie viele trans Männer stellen nach ihrem Coming-out fest, dass sie eigentlich schwul sind? In dieser hybriden Dokumentation vergräbt sich ein iranisch-amerikanischer trans Mann tief in einem queeren Archiv und merkt schnell, dass er nicht allein ist. Neben historischem Material und fiktionalen Szenen zeigt der Film auch aktuelle Interviews mit anderen trans Männern, in denen sie ihr Begehren, aber auch Fetischisierung und Diskriminierung thematisieren.

Am Samstagabend um 21:30 Uhr läuft dazu der brasilianisch-französisch-uruguayische Film "Levante – Power Alley", der von der 17-jährigen Volleyballerin Sofia handelt. Ihr wird ein attraktives Sportstipendium angeboten, gleichzeitig ist sie ungewollt schwanger. In Brasilien sind Abtreibungen verboten, also muss Sofia mit Hilfe ihres Teams und ihrer Familie eine kreative Lösung finden. Dabei stehen ihr radikal-christliche Abtreibungsgegner*innen und das politische Klima in Brasilien unter der Bolsonaro-Regierung im Weg – doch auch eine Beziehung zu ihrer Mitspielerin bahnt sich an. Ein eindrückliches Plädoyer für körperliche Selbstbestimmung.

Das QueerFilmFest Rostock ist ehrenamtlich organisiert und findet in diesem Jahr zum vierten Mal im M.A.U. Club (Warnowufer 56) statt. Damit alle Zuschauer*innen die Möglichkeit haben, das QueerFilmFest zu besuchen, gibt es keine festen Eintrittspreise, sondern die Bitte um eine Barspende am Einlass. (cw)

Das komplette Programm von 27.09. bis 29.09.2024 in der Übersicht

Freitag, 27. September

14:00 Uhr: "Kreuz und Queer durch Rostock", Stadtspaziergang, Treffpunkt an der Regenbogen­bank am KTC, Anmeldung ist nicht nötig

17:00 Uhr "Lesvia", lesbische Doku, FSK 18, 77 Min.

19:00 Uhr: "Queer Exile Berlin", queere Doku, 106 Min.

21:30 Uhr: "Can't Think Straight", düstere Kurzfilme, 85 Min.


Samstag, 28. September

13:00 Uhr: "Scoring Diversity", Vortrag: Frauen und queere Menschen in der Film(musik)industrie

15:00 Uhr: "If I Die It'll Be Of Joy", lesbisch-schwule Doku, 80 Min.

17:00 Uhr: "Femmephoria", transfemme Kurzfilme, 95 Min.

19:00 Uhr: "Desire Lines", transmasc hybride Doku, 83 Min.

21:30 Uhr: "Levante – Power Alley", queerer Spielfilm, 92 Min.

24:00 Uhr: "Aftershow Party" im Peter-Weiss-Haus


Sonntag, 29. September

15:00 Uhr: "Labor", BDSM/Sexwork hybride Doku, FSK 18, 96 Min.

17:00 Uhr: "Sneak Peek Preview", schwuler Spielfilm, 108 Min.

19:00 Uhr: "Queer Blue Skies", heitere Kurzfilme, 84 Min.
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