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Gala in Los Angeles

Jodie Foster gewinnt ihren ersten Emmy Award

Das Samurai-Epos "Shōgun" ist der große Gewinner der 76. Emmy Awards. Auch aus queerer Sicht gab es einige interessante Entscheidungen.


Jodie Foster (li.) gemeinsam mit ihrer Ehefrau Alexandra Hedison auf dem roten Teppich (Bild: IMAGO / UPI Photo)
  • 16. September 2024, 08:59h 3 Min.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr kam Hollywood am 15. September ins Peacock Theater in Los Angeles, um die größten Stars des Fernsehens zu ehren. Die Serie "Shōgun" dominierte bei den 76. Emmy Awards mit 18 Siegen, und "The Bear: King of the Kitchen" holte elf Trophäen. Nachdem die Zeremonie 2023 wegen des Streiks der Drehbuchautor*innen auf Januar 2024 verschoben wurde, waren erst acht Monate zwischen den Events vergangen.

Aus queerer Sicht interessant war besonders der Sieg von Jodie Foster (61), die für ihre Rolle in "True Detective" ihren ersten Emmy entgegennehmen konnte – in der Kategorie der besten Hauptdarstellerin in einer Drama-Serie. Sie setzte sich gegen die ebenfalls nominierten Schauspielerinnen Brie Larson, Juno Temple, Sofía Vergara und Naomi Watts durch. Bislang war die offen lesbische Schauspielerin mit zwei Oscars (für "Angeklagt" und "Das Schweigen der Lämmer") sowie vier Golden Globes ausgezeichnet worden. In ihrer Rede dankte sie auch der "Liebe meines Lebens", ihrer Ehefrau Alexandra Hedison.

Einen Preis gewann auch Jessica Gunning, die sich erst im Juni als lesbisch geoutet hatte (queer.de berichtete). Die 38-Jährige wurde als beste Nebendarstellerin in einer Miniserie für ihre Leistung in der britischen Netflix-Serie "Rentierbaby" geehrt. Auch für sie war es der erste Emmy-Sieg.

"Rentierbaby" gewann auch den Preis als beste Miniserie, außerdem wurde der bisexuelle Richard Gadd (35) sowohl als bester Schauspieler in einer Miniserie als auch für das beste Drehbuch in einer Miniserie ausgezeichnet.

Einige der Hauptpreise unterschieden sich nicht von der letzten Emmy-Verleihung: Wie schon Anfang des Jahres gewannen die "The Bear"-Schauspieler Jeremy Allen White (33) und Ebon Moss-Bachrach (47) erneut den Preis für den besten Hauptdarsteller und den besten Nebendarsteller in einer Komödie. Co-Star Liza Colón-Zayas (52) gewann ihren ersten Emmy als beste Nebendarstellerin. "Hacks"-Star Jean Smart (73) gewann den Preis für die beste Hauptdarstellerin in einer Komödie. Die größte Überraschung des Abends war, dass "Hacks" den Preis für die beste Komödie vor "The Bear" gewann, den viele als Favoriten betrachteten.

Eugene und Dan Levy begeistern Publikum

Moderiert wurde der Abend vom kanadischen Vater-Sohn-Duo Eugene (77) und Dan Levy (41, "Schitt's Creek"). Sie machten am Anfang der Show auch einen Witz über schwule Darsteller, die schwule Rollen spielen: "Hier sind Jonathan Bailey (36) und Matt Bomer (46), die beide nominiert wurden, weil sie Liebhaber in 'Fellow Travelers' spielten. Das zeigt, dass man sogar dafür nominiert werden kann, einen Schwulen zu spielen, selbst wenn man nicht hetero ist." Beide Schauspieler konnten sich allerdings nicht durchsetzen. Der Auftritt der Levys erhielt viel Lob. Das Nachrichtenmagazin "Time" verlangte etwa, dass das Duo eine Einladung für die Emmys 2025 verdiene.

Figurbetont und schimmernd ist Trend

Viel beachtet sind natürlich auch bei den Emmys die Looks der Stars. Jennifer Aniston (55) kam als Letzte und glänzte in einem trägerlosen, perlenfarbenen Kleid von Oscar de la Renta, kombiniert mit einem Diamantarmband von Tiffany & Company. Viele Gäste und Journalist*innen bescheinigten ihr, die bestgekleidete Frau des Abends gewesen zu sein. Das Kleid ist von Meerjungfrauen inspiriert und war durchgehend mit Perlen besetzt – verziert mit einem muschelförmigen Design. Auch Selena Gomez (32) sorgte mit einem auffälligen schwarz-silbernen Ralph Lauren-Kleid mit überkreuztem Neckholder-Ausschnitt und silbernen Verzierungen für Glamour.

/ RalphLauren
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Sofía Vergara (52) betonte in einem figurbetonten, roten Kleid von Dolce & Gabbana ihre Figur. Das Kleid des "Modern Family"-Stars war mit Rüschen besetzt und hatte einen markanten Ausschnitt.

/ netflix
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Dakota Fanning (30) schimmerte in ihrem trägerlosen, goldenen Kleid – das ebenfalls durchgehend mit zarten Perlen verziert war und einen gerüschten Ausschnitt hatte. Der ehemalige Kinderstar kombinierte das Kleid mit offenem und leicht gewelltem Haar und minimalem Schmuck. Reese Witherspoon (48) hatte sich für ein trägerlose schwarz-goldenes mit floralen Akzenten entschieden. Sie trug dazu eine auffällige Halskette, Ringe und zarte Ohrringe. (spot/dk)

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