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  • 17. September 2024, 03:37h 2 Min.

Dimitrij Schaad im Solo-Stück "The Silence"

Für sein autofiktionales Stück "The Silence" an der Berliner Schaubühne wird schwule Autor und Regisseur Falk Richter mit dem Friedrich-Luft-Preis ausgezeichnet. Das teilte die "Berliner Morgenpost" am Montag mit. Die Zeitung verleiht den Preis zusammen mit Deutschlandfunk Kultur.

Für "The Silence" geht Richter zurück in die eigene Familiengeschichte. Sein Vater verstarb, ohne dass eine versöhnliche Aussprache mit dem Sohn stattfinden konnte. Im fiktiven Dialog mit seiner Mutter nimmt er jahrzehntelang nicht ausgesprochene Wahrheiten, verdrängte Geheimnisse und unaufgearbeitete Traumata in den Blick, die ihn bis zum gegenwärtigen Tag nicht in Ruhe lassen. Eine große Rolle nimmt die fehlende Akzeptanz seiner Homosexualität ein.

"Die Jury würdigt mit dem Preis einen ebenso herausragenden wie ergreifenden Theaterabend, dessen besondere Stärke darin liege, dass er viele Perspektiven anbiete, aber keine davon absolut setze", erklärte die "Berliner Morgenpost". In die Rolle von Richter schlüpft in "The Silence" der Schauspieler Dimitrij Schaad. Er hatte für seine Leistung in dem Stück bereits von der Fachzeitschrift "Theater heute" die Auszeichnung "Schauspieler des Jahres" erhalten.

Mit dem Friedrich-Luft-Preis werden seit 1992 die besten Berliner oder Potsdamer Theateraufführungen gewürdigt. Bestimmt werden diese von einer neunköpfigen Jury. Benannt ist der mit 7.500 Euro dotierte Preis nach dem Berliner Theaterkritiker Friedrich Luft. Der Preis wird am 12. Oktober 2024 in der Schaubühne verliehen. (cw)

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