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- 17. September 2024, 11:42h 1 Min.
Das Amtsgericht Leutkirch im Allgäu hat am Dienstag einen 27-jährigen Mann wegen eines transfeindlichen Angriffs zu einer Geldstrafe verurteilt. Das berichtete der SWR. Die Höhe der Geldstrafe wurde nicht genannt.
Die Attacke fand im August vergangenen Jahres in Bad Wurzach statt. Das Opfer, ein trans Mann, wurde von dem Angeklagten zunächst beschimpft, dann gewürgt, zu Boden geschlagen und getreten. Außerdem zeigte der Angreifer den verbotenen Hitlergruß. Ein Passant eilte dem trans Mann schließlich zu Hilfe. Aufgrund eines Handyfotos konnte der Täter identifiziert werden.
Das Opfer erlitt bei dem Angriff mehrere Prellungen. Schwerer wiegen nach Angaben der Beratungsstelle Leuchtlinie aber die psychischen Folgen. Nach dem Angriff sei der trans Mann aus Bad Wurzach weggezogen, auch weil er das Gefühl hatte, die Polizei nehme die Ermittlungen nicht ernst genug. Als Nebenkläger ließ er sich im Prozess von einer Anwältin vertreten.
Verurteilt wurde der 27-Jährige wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Zeigens eines verfassungsfeindlichen Symbols. Die Anwältin des trans Manns, die in ihrem Plädoyer ein Jahr Haft für den Täter gefordert hatte, zeigte sich von dem milden Urteil enttäuscht. Laut SWR überlegt sie, weitere Rechtsmittel einzulegen. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung gefordert. (mize)














