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- 28. Juni 2006 1 Min.
Neu Delhi (queer.de) - Prinz Manvendrasinh Gohil (40), Sohn einer ehemaligen königlichen Familie Indiens, wurde von seinen Eltern verstoßen, nachdem er sich in einem Magazin offiziell geoutet hatte. Dieser Schritt in die Öffentlichkeit war seinen Eltern zuviel, denn von der Homosexualität an sich wussten diese schon seit vier Jahren. Die Familie von Gohil, der sich seit einiger Zeit als Aktivist für die Recht von Homosexuellen einsetzt, herrschte einst über die Region Rajpipla im Bundesstaat Gujarat. In den 70er Jahren wurden den letzten Königshäusern Indiens die Titel und Königreiche aberkannt. Homosexualität ist für Inder allgemein kein Thema. Der Paragraph 377 des Indischen Strafgesetzbuches kriminalisiert alle "unnatürlichen" Formen sexuellen Verkehrs und geht auf koloniale Zeiten zurück. Das britische Empire hatte den "Offences Against the Person Act" (1861) nicht nur in England sondern auch in allen Kolonien eingeführt. Folgt man dem Wortlaut des Textes ist jegliche Form von Sexualität strafbar, die nicht zur Zeugung von Kindern führt. Demnach würden auch die meisten Ehepaare immer wieder gegen den Paragraphen verstoßen. Die meisten Inder verstehen das Gesetz in der Regel aber als eines gegen Kindesmissbrauch und vor allem gegen Homosexualität. (jg)















Wo sind die Imperialisten, wenn es darum geht, Menschenrechte gerade auch für die Ärmsten durchzusetzen?