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Volksverhetzung
Verfahren gegen Olaf Latzel endgültig eingestellt
- 21. September 2024, 02:06h 1 Min.

Olaf Latzel
Der queerfeindliche Bremer Pastor Olaf Latzel hat seine Geldauflage erfüllt und 5.000 Euro an das Bremer LGBTI-Zentrum Rat&Tat gezahlt. Das bestätigte ein Sprecher des Landgerichts Bremen dem Evangelischen Pressedienst. Damit ist das Verfahren gegen Latzel wegen Volksverhetzung endgültig eingestellt.
Der evangelikale Pastor der St. Martini-Gemeinde hatte sich während eines Eheseminars im Oktober 2019 abfällig über queere Menschen geäußert. So bezeichnete der 56-Jährige Homosexualität als "todeswürdig" und CSD-Teilnehmende als "Verbrecher". Nach Verhandlungen in mehreren Instanzen hatte das Landgericht Bremen den Prozess wegen Volksverhetzung Ende August gegen Geldauflage vorläufig eingestellt (queer.de berichtete).
Die Bremische Evangelische Kirche (BEK) nahm ihr ruhendes Disziplinarverfahren gegen Latzel unterdessen wieder auf. Der Kirchenausschuss stimmte am Donnerstag einstimmig für die Fortsetzung der kircheninternen Untersuchung (queer.de berichtete). Dieses Verfahren könnte Folgen wie ein gekürztes Gehalt, ein Predigtverbot oder einen Ausschluss aus der Kirche haben.
Das Bündnis Queerlobby forderte die BEK im Vorfeld dazu auf, eine "Brandmauer gegenüber den Fundamentalisten in ihren eigenen Reihen zu ziehen". Latzel sei "nach seiner gesamten Persönlichkeit als Pastor nicht mehr tragbar" und müsse aus dem Dienst entfernt werden. (mize)













