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- 22. September 2024, 09:20h 1 Min.
Statt der angemeldeten 300 Personen demonstrierten am Samstag nur rund 40 Rechtsextreme gegen den CSD Oberhavel in Oranienburg. An der Pride-Demonstration in der nördlich von Berlin gelegenen Stadt beteiligten sich dagegen rund 1.000 Menschen.
Der Gegenprotest war von der DJV ("Deutsche Jugend Voran") angemeldet worden. Die Gruppe skandierte queerfeindliche, rassistische und nationalistische Parolen. Die Polizei beschlagnahmte zwei Reichskriegsflaggen. Darüber hinaus kam es nach Angaben eines Polizeisprechers zu keinen besonderen Vorkommnissen. Die Einsatzkräfte hatten die beiden Demozüge voneinander getrennt. Am Bahnhof baute die Polizei eine Schutzmauer mit Einsatzfahrzeugen auf.
"Wir sind bis jetzt sehr zufrieden", sagte CSD-Mitorganisator Candy Boldt-Händel, der mit größeren Störaktionen gerechnet hatte, nach der Demonstration. "Vor Nazis schrecken wir nicht zurück." Der Protest der Rechtsextremen zeige aber, in welche Richtung sich die Gesellschaft derzeit bewege. "Deswegen braucht es diese, unsere bunte und lebensbejahende Demo."
Das anschließende CSD-Straßenfest auf dem Schlossplatz verlief ebenfalls friedlich. In Oranienburg fand der CSD erst zum zweiten Mal statt. (cw/dpa)














