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Mitgliederversammlung

Neuer Vorstand beim Berliner CSD e.V.

Bei einer Mitgliederversammlung am Dienstag wurden Roxana Vasholz und Thomas Hoffmann einstimmig in den Vorstand des Berliner CSD-Vereins gewählt. Ulli Pridat und Stella Spoon sind ausgeschieden.


Der neue Vorstand des Berliner CSD e.V.: Manfred Lehmann, Mara Geri und Marcel Voges (oben, v.l.) sowie Roxana Vasholz und Thomas Hoffmann (unten, v.l.) (Bild: Nikita Tchernodarov)

  • 25. September 2024, 05:45h 2 Min.

Wechsel im Vorstand des Berliner CSD-Vereins: Als Nachfolger*innen von Ulli Pridat und Stella Spoon, die nicht erneut kandidierten, wurden am Dienstag bei einer Mitgliederversammlung Roxana Vasholz und Thomas Hoffmann, der bisherige Politische Kampagnenleiter, einstimmig in das Führungsgremium gewählt. Sie ergänzen Mara Geri, Manfred Lehmann und Marcel Voges. Die neue Ressortverteilung will der Vorstand auf einer Klausur im Oktober beschließen.

"Wir danken unseren beiden ehemaligen Vorstandsmitgliedern dafür, dass sie in schwierigen Zeiten Verantwortung für den Verein übernommen haben", sagte Mara Geri laut einer Pressemitteilung. "Wir freuen uns auch, dass sie uns weiterhin in verschiedenen Projekten unterstützen und dadurch ihre Expertise einbringen." Das letztjährige CSD-Motto "Nur gemeinsam stark – für Demokratie und Vielfalt" sei auf der Mitgliederversammlung "lebendig umgesetzt" worden.

Der Verein soll gemeinnützig werden

Einstimmig beschlossen wurde auch ein Satzungsantrag zur Überführung des Vereins in die Gemeinnützigkeit. "Eine Einstimmigkeit zur Änderung der Satzung ist ein starkes Signal des Vertrauens", freute sich Vorstandsmitglied Manfred Lehmann. "Durch die Gemeinnützigkeit können wir künftig auch Fördergelder beantragen und Spendenquittungen ausstellen. Damit sind dem Verein weitere Möglichkeiten gegeben, die Angebote für die queere Community auszubauen."

Der Vorstand des Berliner CSD e.V. hatte Ende 2023 das Projekt "Zukunft des Vereins" aufgesetzt, welches Grundlagen schaffen sollte, den Verein zu professionalisieren, ehrenamtliche Funktionsträger*innen zu entlasten und Strukturen zur Konfliktlösung im Verein aufzubauen. Ein erstes Ergebnis des Projekts war die Überführung des Vereins in die Gemeinnützigkeit.

Konflikte hinter sich gelassen

"Die Mitgliederversammlung hat gezeigt, dass unsere Mitglieder die Konfliktspiralen der vergangenen Jahre beenden wollen", sagte Marcel Voges. "Insbesondere aufgrund der politischen Herausforderungen in den kommenden Jahren brauchen wir als Vorstand die Rückendeckung unserer Mitglieder. Wir sind sehr froh, dass der Vereinsfrieden wieder hergestellt ist und wollen das gewonnene Vertrauen weiter ausbauen!"

Im vergangenen Jahr war es im Berliner CSD e.V. zu einem heftigen Streit mit schweren persönlichen Vorwürfen und gerichtlichen Auseinandersetzungen gekommen. Zuletzt hatten Kritiker*innen des Vorstands vor dem Amtsgericht Schöneberg die Herausgabe einer Mitgliederliste erstritten, um eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen zu können, und sogar eine Zwangsvollstreckung beantragt (queer.de berichtete). Erst im Rahmen einer Mediation konnte der Konflikt im März und damit noch rechtzeitig vor dem diesjährigen CSD gelöst werden (queer.de berichtete). (pm/mize)

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