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US-Wahlkampf
Donald Trump über US-Schulen: "Alles ist transgender"
Mit teils bizarren Argumenten versucht Donald Trump, Stimmung gegen trans Menschen zu machen.

Donald Trump tritt am 5. November bei den US-Präsidentschaftswahlen gegen Kamala Harris an (Bild: The White House / Shealah Craighead)
- 2. Oktober 2024, 13:32h 2 Min.
Der amerikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat in einem Interview im Sender Fox News Channel behauptet, dass in Schulen des Landes "alles" transgender sei. "Wir wollen Lesen, Schreiben und Rechnen. Im Moment ist das meiste transgender. Alles ist transgender", erklärte der 78-Jährige in der Sendung "Here's The Deal with Kellyanne Conway".
Deshalb rief er dazu auf, Bundesstaaten mehr Autonomie bei ihrem Schulsystem zu geben. Konservative Staaten wie Iowa oder Idaho hätten bereits jetzt "großartige Bildung". In beiden Staaten gibt es Gesetze gegen trans Schüler*innen – in Idahos Schulen ist etwa Unterricht über Geschlechtsidentitäten verboten, zudem dürfen queere Bücher in Schulbibliotheken verboten werden.
Transphobie als Wahlkampfstrategie
Die Republikaner setzen seit den verlorenen Präsidentschaftswahlen 2020 vermehrt auf eine queer- und insbesondere transfeindliche Rhetorik, die an den anti-homosexuellen Kreuzzug vor 20 Jahren unter George W. Bush erinnert, als viele Konservative glaubten, dass erwachsene Schwule Kinder schwul machen könnten. Inzwischen haben sich die Umfragen allerdings verändert, auch weil sich seitdem mehr Schwule und Lesben geoutet haben und viele Konservative heute Homosexuelle persönlich kennen. Laut Umfragen fühlen sich aber jetzt viele Wähler*innen, insbesondere Konservative, durch Sichtbarkeit von trans Menschen bedroht.
Donald Trump hat bereits mehrfach gegen trans Menschen polemisiert. Bei der Präsidentschaftsdebatte am 10. September attackierte der Republikaner seine demokratische Kontrahentin Kamala Harris etwa mit den Worten: "Jetzt will sie trans Operationen für illegale Ausländer machen, die im Gefängnis sind" (queer.de berichtete). Erst am Wochenende behauptete zudem Trumps Vize J.D. Vance, dass Trans-Akzeptanz an Schulen dazu führe, dass die Kinder schlechter in Mathe sind (queer.de berichtete).
Die transfeindlichen Gesetze in vielen konservativen Bundesstaaten haben laut einer aktuellen Studie verheerende Auswirkungen auf trans und nichtbinäre Menschen: So würden sie dazu beitragen, dass es mehr Suizidversuche in dieser Gruppe gebe (queer.de berichtete). (dk)













