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Queere Fantasy
Wenn der Teufel eine Schwäche für Leberwurstbonbons und Männer hat
Im Debütroman "Teuflisch vergesslich" von Holger Bayerköhler gerät der 17-jährige Waisenjunge Luzian zusammen mit seinem schwulen Onkel Paul in ein fantastisches Abenteuer voller Zeitreisen, skurriler Charaktere und unerwarteter Wendungen.

Lighty mit seinen geliebten Leberwurstbonbons auf der Frankfurter Zeil (Bild: Holger Bayerköhler)
- 6. Oktober 2024, 07:02h 3 Min.
"Die Hölle sind die anderen", bemerkte schon Jean-Paul Sartre – ein Zitat, das ebenso gut vom Teufel stammen könnte. Lighty, wie sich der Teufel selbst nennt, ist nämlich keineswegs das personifizierte Böse, sondern vielmehr ein Opfer jahrtausendelanger Verleumdungen. Als er dem 17-jährigen Waisen Luzian davon erzählt, ahnt dieser noch nichts von den unglaublichen Ereignissen, die sein Leben bald auf den Kopf stellen werden.
Luzian begegnet nicht nur dem "Weißen Rauschen", einem Portal durch Zeit und Raum, sondern auch dem weihrauchkiffenden Engel Drogian und den sogenannten "Unsterblichen". Dabei erfährt er ganz nebenbei, dass der Teufel eine Schwäche für Leberwurstbonbons und Männer hat. Doch auch ohne Lightys exzentrische Gesellschaft ist Luzians Leben bereits kompliziert genug. Sein schwuler Onkel Paul, bei dem er seit dem Tod seiner Eltern lebt, hat ihn mit dem Geld erwischt, das Luzian sich als Taschendieb ergaunert hat. Diese Entdeckung bringt die ohnehin angespannte Beziehung der beiden zum Überlaufen.
Das Leben der gesamten Menschheit steht auf dem Spiel

"Teuflisch vergesslich" ist als Taschenbuch und E-Book erschienen
Doch selbst der Teufel hat seine Probleme: Unvorhersehbare Blackouts setzen Lighty immer wieder außer Gefecht. Nach einem solchen Vorfall geraten Luzian und Paul versehentlich ins biblische Israel zur Zeit König Sauls. Während Luzian erkennt, dass ihm sein Onkel doch nicht so egal ist, wie er dachte, findet Paul unerwartet eine neue Liebe. Doch ein alter Feind von Lighty zieht sein Netz immer enger um die drei – plötzlich steht nicht nur ihr Leben auf dem Spiel, sondern das der gesamten Menschheit.
"Teuflisch vergesslich" (Amazon-Affiliate-Link ) ist ein fesselndes Abenteuer, das Fantasy, Mystik und Humor miteinander verbindet. Die Geschichte bietet überraschende Wendungen und lebendige Nebenfiguren sowie einen ironischen Blick auf die Menschheit und den Monotheismus. Sie spannt einen Bogen vom Alten Ägypten über das moderne Frankfurt bis ins vorchristliche Israel. Im ersten Band der "Lighty-Chronicles" treten neben den Hauptfiguren Lighty, Luzian und Paul auch historische Persönlichkeiten wie Kaiserin Sisi, Ufa-Star Renate Müller und die Frankfurter Edelprostituierte Rosemarie Nitribitt als skurriles Damentrio sowie Johann Wolfgang von Goethe als charmanter Sidekick auf.
Die Fortsetzung mit dem Titel "Teuflisch gläubig" ist bereits in Arbeit und wird die Leser ins Jahr 1781 in die Mainzer Kartause entführen, wo unheimliche Machenschaften auf Lighty und seine Freunde warten. Der Autor Holger Bayerköhler wurde 1976 in Nordbayern geboren und lebt seit vielen Jahren in Frankfurt am Main. Mit "Teuflisch vergesslich" präsentiert er seinen Debütroman. (dd/pm)
Holger Bayerköhler: Teuflisch vergesslich. 312 Seiten. Independently published. Frankfurt 2024. Taschenbuch: 12,82 € (ISBN 979-832926-879-9). E-Book: 5,99 €
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