https://queer.de/?51203
Zahlen vom US-Startwochenende
"Joker: Folie à Deux": Schlechter Start – aber Lob von Coppola
Weder Kritiken noch die Reaktionen der Zuschauer*innen oder erste Einspielergebnisse sprechen für "Joker: Folie à Deux". Dafür ist ein Altstar voll des Lobes, der sich gerade mit denselben Negativschlagzeilen konfrontiert sieht.

Das neue Albtraumpaar Gothams: Joaquin Phoenix und Lady Gaga am 30. September 2024 bei der Premiere von "Joker: Folie à Deux" in Los Angeles (Bild: Eric Charbonneau)
- 7. Oktober 2024, 05:26h 2 Min.
In dieser Woche ist mit "Joker: Folie à Deux" die Fortsetzung zu Todd Phillips' (53) Oscar-prämiertem Blockbuster von 2019 in die Kinos gekommen. Vom Startwochenende auf dem heimischen US-Markt dürften sich die Produzent*innen des Streifens aber deutlich mehr erhofft haben. Ersten Hochrechnungen zufolge, wie etwa die US-Seite "Deadline" berichtet, liegen die Einnahmen deutlich hinter den Erwartungen.
So gehen Branchenkenner*innen demnach davon aus, dass "Joker: Folie à Deux" rund 47 Millionen US-Dollar zum Auftaktwochenende einfahren wird. Das mag im ersten Moment nach einem soliden Start klingen, liegt aber mit gigantischem Abstand hinter den bisherigen Spitzenreitern des Jahres. Zum Vergleich: Der Pixar-Streifen "Alles steht Kopf 2" fuhr an seinem Startwochenende in diesem Jahr rund 154 Millionen US-Dollar ein, bei "Deadpool & Wolverine" waren es gar knapp 211 Millionen US-Dollar. Mit einem Budget von rund 200 Millionen US-Dollar war "Joker: Folie à Deux" zudem mehr als dreimal so teuer in seiner Produktion wie der gefeierte Vorgänger.
Ein zu gewagter Genre-Griff?
Erschwerend kommt hinzu, dass die nationalen wie internationalen Kritiker*innen teils vernichtende Verrisse zu "Joker: Folie à Deux"" verfasst haben. Und auch das bisherige Kinopublikum zeigte sich enttäuscht vom "Joker"-Sequel, wie diverse Bewertungsseiten im Internet belegen. Bei "Rotten Tomatoes" etwa fallen derzeit (Stand: 6. Oktober) lediglich 33 Prozent der Kritiker*innen-Stimmen und sogar nur 31 Prozent der Publikumsmeinungen positiv aus.
An der Schauspielleistung von Joaquin Phoenix (49) gebe es zwar wieder einmal nichts zu meckern und auch Lady Gaga (38) als neue Figur Harley Quinn wisse durchaus zu überzeugen. Als größer Kritikpunkt wird jedoch die für viele nicht nachvollziehbare Entscheidung von Phillips moniert, dass er aus dem Film ein Musical gemacht hat.
Rückendeckung von einem weiteren Fehlstarter
Rückendeckung erhält der "Joker"-Filmemacher ausgerechnet von einem Regie-Altmeister, der derzeit sogar noch stärker angezählt wird: Francis Ford Coppola (85), dessen selbstfinanziertes, 120 Millionen US-Dollar teures Mammutprojekt "Megalopolis" aktuell krachend an den Kinokassen scheitert, verfasste eine kleine Brandrede zugunsten seines Kollegen.
Auf seiner offiziellen Instagram-Seite schrieb Coppola: "Die Filme von Todd Phillips wissen mich stets zu begeistern und ich genieße sie voll und ganz. Schon seit dem wundervollen 'The Hangover' ist er dem Publikum immer einen Schritt voraus und macht nie das, was die Zuschauenden erwarten. Herzlichen Glückwünsch zu 'Joker: Folie à Deux'!" (cw/spot)
Mehr zum Thema:
» "Joker: Folie à Deux": Ist doppelter Wahnsinn auch doppelt so gut? (03.10.2024)
Mehr queere Kultur:
» auf sissymag.de
20:15h, One:
Lotte am Bauhaus
Die Malerin und Innenarchitektin Friedl Dicker interessiert sich für Lotte, die Hauptfigur des Films, küsst gern Frauen und trägt gern Hosen.
Spielfilm, D 2019- 9 weitere TV-Tipps »















