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Homophobie-Eklat beim VfL Wolfsburg

"So eine schwule Scheiße unterschreibe ich nicht"

Kevin Behrens hat beim VfL Wolfsburg hinter den Kulissen offenbar seine Abneigung gegenüber Homosexuellen kundgetan. Inzwischen hat sich der Übeltäter für seinen Ausbruch entschuldigt.


Kevin Behrens arbeitet seit Januar für den VfL Wolfsburg (Bild: IMAGO / regios24)
  • 9. Oktober 2024, 08:36h 2 Min.

Mit einer homophoben Entgleisung hat Fußballprofi Kevin Behrens vom Erstligisten VfL Wolfsburg bei den Mitarbeitenden des Vereins "für Entsetzen" gesorgt, berichtet "Sport Bild". Demnach soll sich der 33-jährige Stürmer Ende September bei einer Signierstunde geweigert haben, seine Unterschrift auf das Regenbogen-Sondershirt des Vereins zu setzen. Dabei soll laut dem Bericht auch der Satz gefallen sein: "So eine schwule Scheiße unterschreibe ich nicht."

/ VfL_Wolfsburg | Bereits seit mehreren Jahren gibt es offizielle Regenbogentrikots beim VfL Wolfsburg
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Der Vorfall sei der VfL-Chefetage mitgeteilt worden. Daraufhin soll der Spieler gegenüber Sportdirektor Sebastian Schindzielorz glaubhaft versichert haben, dass er nicht homophob sei. Der VfL teilte mit: "Während eines internen Termins gab es Äußerungen, die nicht im Einklang mit der Haltung des VfL Wolfsburg stehen. Der Vorfall wurde intern unverzüglich aufgearbeitet." Der Verein sei sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und stehe wie auch seine Angestellten für "Vielfalt und Toleranz".

Behrens entschuldigt sich, will aber nichts weiter sagen

Behrens sagte gegenüber "Sport Bild": "Meine spontanen Äußerungen waren absolut nicht in Ordnung. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Das Thema wurde intern klar besprochen und ich bitte um Verständnis, dass ich mich dazu nicht weiter äußern möchte."

Der VfL Wolfsburg gilt als queerfreundlicher Verein. 2017 trug etwa Nilla Fischer als VfL-Kapitänin erstmals in der Fußball-Bundesliga eine Regenbogenbinde am Arm (queer.de berichtete). Ein Jahr später folgten die VfL-Männer diesem Vorbild (queer.de berichtete).

Zuletzt hatte der österreichische Nationalspieler Marco Grüll Anfang des Jahres mit homophoben Gesängen für Aufregung gesorgt (queer.de berichtete). Der Spieler, der jetzt bei Werder Bremen unter Vertrag steht, wurde dafür bestraft, entschuldigte sich und bat um eine zweite Chance. (dk)

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