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Neuer Kurzfilm

Sex on the Beach mit Ex-"Q" Ben Whishaw

In dem neuen Kurzfilm "In Heat" spielt Ben Whishaw einen sexsüchtigen Schwulen. Die Premiere beim London Film Festival ist gleichzeitig Geburtstagsgeschenk: Heute vor 44 Jahren kam der schwule Brite auf die Welt.


Ben Whishaw im Kurzfilm "In Heat" (Bild: BFI)

Er spielte in Arthaus-Erfolgen wie "Das Parfüm", "Cloud Atlas" oder "The Lobster". Seit zwölf Jahren gibt er den Erfinder "Q" in den 007-Spektakeln, beim dritten Auftritt in "James Bond 007: Keine Zeit zu sterben" sogar mit offiziellem Partner. "Ich schätze, das ist eine gute Sache", kommentierte er das im Interview mit queer.de.

Ben Whishaw ist freilich auch für explizit queeres Kino gut. Etwa in der funkelnden Lovestory "Lilting" von Hong Khaou, der hierzulande vor zehn Jahren ein verdienter Erfolg überraschend verwehrt blieb – ein Nachholen auf Prime Video (Amazon-Affiliate-Link ) ist allemal empfehlenswert. Ein Streaming-Schicksal dürfte auch Whishaws jüngstem Streich beschieden sein, als Kurzfilm bringt es "In Heat" lediglich auf eine Länge von 20 Minuten.

Whishaw als sexsüchtiger Schwuler

Mit Dreitagebart und Lockenkopf ausgestattet, gibt Whishaw in "In Heat" den nervösen Helden Jon, der an einem heißen Sommertag auf einem Parkplatz am Strand steht. Jon hat ein Problem und möchte reden. Über seine Sexsucht nämlich, mutig ruft er eine Beratungs-Hotline an. Etwas irritiert landet er in einer Gruppentherapie, deren Geschichten ihn nicht so ganz weiterbringen. Als er gefragt wird, ob er auch ein Erlebnis mit den anderen teilen möchte, legt Jon lieber wieder auf.

Viel Zeit für Verwirrung bleibt nicht, denn schon sorgt ein attraktiver Typ mit rosa Shorts (Joshua Lacev aus "The Crown" und "Mamma Mia") für Abwechslung. Klar, dass Jon dem vermeintlichen Flirt-Kandidaten spontan in die Sanddünen folgt. Derweil sein Gatte zu Hause mit dem Geburtstagsessen wartet. Weil die Story auf Surreales setzt, findet sich der Lockenkopf bald in der Gesellschaft von Jungs, die sich an Urinalen allerlei Dinge zeigen. Und wenig später endet für Jon die Lustpartie mit einer kleinen Orgie am Strand.

Regisseur Rory Fleck Byrne litt selbst unter Sexsucht

Autor und Regisseur des schwulen Sex-on-the-Beach-Dramas ist der Ire Rory Fleck Byrne. Als Schauspieler ist er aus der satirischen Krankenhaus-Serie "This is Going to Hurt" bekannt – in der Whishaw wiederum die Hauptrolle spielt.

Seine Produktionsfirma feiert den 36-Jährigen vollmundig als "eine der spannendsten aufstrebenden Stimmen seiner Generation, die die Konventionen des queeren Kinos aufbrechen und eine hypnotische filmische Reise präsentieren." Byrne selbst sagt über seinen Film: "Ich bin seit über zwei Jahren in der Genesung von Sexsucht. Es war etwas, das ich nicht einmal als Sucht betrachtet hatte, weil es doch natürlich ist, oder? Durch die Untersuchung meines eigenen Verhaltens und die Recherche zu den Erfahrungen anderer fand ich heraus, dass es ein häufiges Problem in vielen Gesellschaftsbereichen ist und besonders drängend für viele schwule Männer; es ist eng verbunden mit unserem persönlichen Trauma des 'Andersseins'."

Pläne für einen ersten Spielfilm sind bereits gemacht. In "Celine" soll es um die unterdrückte Queerness in einem ländlichen Umfeld gehen, kündigte Rory Fleck Byrne an. Bleibt abzuwarten, ob Whishaw wieder mit von der Partie ist. Den "Q"-Job bei 007 wird er wohl nicht mehr bekommen, wie er unlängst der BBC verriet.

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