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Wien

Finanzangestellter tötet 16-jährigen Callboy mit 50 Axt-Hieben

Mit großer Brutalität brachte offenbar ein 45-Jähriger einen 16-jährigen Callboy um. Der Beschuldigte gibt an, sich wegen Drogenkonsums an die Tat nicht mehr erinnern zu können.


Der Beschuldigte stellte sich der österreichischen Polizei (Bild: Metropolico.org / flickr)

  • 15. Oktober 2024, 13:15h 2 Min.

Horrortat im wohlhabenden Wiener Sonnwendviertel: Am vergangenen Montag tötete der 45-jährige Finanzangestellte Ingo S. in seiner eigenen Wohnung mutmaßlich einen 16-jährigen bulgarischen Callboy. Der Verdächtige lässt sich nun vor Gericht von Promi-Anwältin Astrid Wagner vertreten, die bereits den berüchtigten Vergewaltiger Josef Fritzl (89) verteidigt hatte.

Nach der Tat fuhr der Verdächtige zu seiner Schwester im gut zwei Stunden entfernten Linz und stellte sich dort der Polizei. Sondereinsatzkräfte öffneten dann dessen Wohnung und fanden dort die Leiche des 16-Jährigen vor, in dessen Kopf noch die Axt steckte. "Im Zuge der Vernehmung gab der Tatverdächtige an, das Opfer sei ein Bekannter, zu dem er gelegentlich Kontakt gehabt habe", erklärte die Landespolizeidirektion Wien nach der Festnahme. "Vor der Tat habe er Alkohol und Drogen konsumiert, an die Tat selbst könne er sich jedoch nicht erinnern."

Ingo S. berichtet von Blackout

Laut österreichischen Medien habe S. sein Opfer in einer schwulen Bar im Stadtbezirk Margarethen kennengelernt und sich in ihn verliebt. Wie oe24.at berichtet, habe der Finanzangestellte den jungen Callboy über dessen Bruder für ein Sex-Treffen gebucht. Die beiden hätten Alkohol und Crystal Meth konsumiert, was laut P. zu einem vollständigen Blackout geführt habe. Der Konsum der Droge Meth kann unter anderem Wahnvorstellungen und Halluzinationen auslösen und als Nachwirkung auch zu Gedächtnisverlust führen.

Anwältin Wagner erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur APA, dass die Tat vor der Hintergrund des Drogenmissbrauchs gesehen werden müsste. Gegenüber "Bild" ergänzte sie, dass ihr Mandant zuletzt abgerutscht sei: "Er kann sich nicht erklären, wie das passiert ist. Er brauchte die Drogen und Alkohol zur Stimulation." Das Boulevardblatt berichtet auch darüber, dass S. in der Haft darum gebeten hatte, jeden Abend zum Einschlafen ein Glas Rotwein zu erhalten. Der zuständige Richter lehnte das aber ab. (cw)