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- 18. Oktober 2024, 03:02h 2 Min.
Im Landtag von Sachsen-Anhalt soll es im Dezember keine Ehrenamtsfeierstunde geben. Der Ältestenrat, ein Leitungsgremium aus Vertreter*innen aller Fraktionen, hat für eine Absage der geplanten Veranstaltung votiert, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmendenkreisen erfuhr. Dabei haben Vertreter*innen von AfD und CDU teilweise gemeinsam für die Absage gestimmt. Andere Politiker*innen enthielten sich, Linke und Grüne waren für die Durchführung. Nach Angaben von Teilnehmenden haben insgesamt zu wenig Abgeordnete Ehrenamtliche benannt, die gewürdigt werden sollen.
"Ich finde die Absage unmöglich, es sind ja schon Menschen eingeladen worden", sagte Grünen-Fraktionschefin Cornelia Lüddemann. Es sei völlig unangemessen, die Veranstaltung abzusagen. Damit knicke die Koalition vor der AfD ein, die die Veranstaltung boykottiere, so Lüddemann.
Linken-Fraktionsvorsitzende Eva von Angern sagte, die Absage sei eine große Enttäuschung für alle ehrenamtlich Engagierten im Land. "CDU und AfD haben zusammen dafür gesorgt, dass es keine Würdigung der vielfältigen Initiativen, Vereine und Verbände im Land in diesem Jahr geben wird. Das ist beschämend."
Anlässlich des Tags des Ehrenamts waren im vergangenen Jahr ehrenamtlich engagierte Bürger*innen ins Parlament eingeladen worden, um ihr Engagement zu würdigen. Das Motto war "97 treffen 97", die Eingeladenen nahmen die Plätze der 97 Landtagsabgeordneten ein. Diese hatten vor der Veranstaltung die Möglichkeit gehabt, Ehrenamtliche für die Ehrung vorzuschlagen.
Die AfD lehnt eine Wiederholung ab. Die Veranstaltung im vergangenen Jahr sei ideologisch motiviert gewesen, so Co-Fraktionschef Ulrich Siegmund. Er kritisierte, dass damals ein Veranstalter eines Christopher Street Day besonders ausgezeichnet worden sei, viele andere Engagierte dagegen nicht. "Da machen wir nicht mit", so Siegmund. (cw/dpa)















