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Werbefinanzierter FAST-Channel

"Lindenstraße" 24 Stunden am Tag: ARD startet neuen Sender

Wer sich jetzt eine Herbstgrippe geholt hat, kann sich noch einmal Fernsehgeschichte anschauen: Ein neuer TV-Sender zeigt die "Lindenstraße" rund um die Uhr.


Martin Armknecht (li.) mit Georg Uecker sorgten wegen ihrer schwulen Szenen in der "Lindenstraße" für Schnappatmung beim queer­feindlichen Publikum (Bild: WDR)

  • 21. Oktober 2024, 10:47h 2 Min.

24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche können Fans der "Lindenstraße" nun kostenlos ihre Lieblingsserie schauen: ARD Plus hat vor wenigen Tagen bei Samsung TV Plus den sogenannten FAST-Sender "Lindenstraße" auf Kanal 4161 gestartet, auf dem alle 1.758 Episoden der ARD-Kultsoap gezeigt werden sollen, die zwischen 1985 und 2020 ausgestrahlt worden waren.

FAST steht für "Free Ad-Supported Streaming TV", also "kostenloses, werbefinanziertes Streaming". Hier wird per Streaming ein lineares Programm gezeigt, das durch Werbeblöcke unterbrochen wird, ähnlich wie in kommerziellen TV-Sendern. Der Dienst Samsung TV Plus ist bei allen neueren Samsung-Fernsehgeräten bereits eingebaut.

Erst kürzlich hatte ARD Plus bereits in seinem kostenpflichtigen Streamingdienst alle Folgen der "Lindenstraße" zur Verfügung gestellt (queer.de berichtete). Das Angebot ist für 4,99 Euro monatlich erhältlich – und zeigt viele ARD-Produktionen, die in der ARD-Mediathek wegen staatlichen Vorgaben im Rundfunkstaatsvertrag oder fehlender Rechte nicht (mehr) verfügbar sind.

Samsung TV Plus bietet eine Reihe weiterer FAST-Sender mit monothematischen Fernsehproduktionen – etwa ein Sender, der ausschließlich die amerikanische Teenieserie "Beverly Hills 90210" (1990-2000, synchronisiert) oder die RTL-Comedyshow "Freitag Nacht News" (1999-2006) zeigt. Das ZDF ist bereits seit längerem mit Angeboten vertreten, mit Sendern für "Terra X" und "Bares für Rares". Auch der niederländische LGBTI-Anbieter "Out TV" betreibt bei Samsung einen eigenen FAST-Channel auf Deutsch.

Die "Lindenstraße", die als erste deutsche Seifenoper gilt, lief fast 35 Jahre lang immer am frühen Sonntagabend im Ersten. Neben dem Alltag einer Nachbarschaft in einer fiktiven Straße in München griff die in Köln gedrehte Serie immer wieder aktuelle Themen auf, zum Beispiel Drogensucht, Rechtsextremismus oder Flucht. Die Reihe provozierte auch so manchen Skandal – etwa den ersten schwulen Kuss im deutschen TV-Mainstream. (dk)

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